# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1879_S33 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 33 — lich, doch war dieſe Hilfe nicht ausreichend. Nun hatte Miſſionar Döſcher während ſeiner Wirkſamkeit in Baltimore einen ſchwarzen, ſehr wohl gebil⸗ deten Presbyterianer⸗Prediger, Revd. Polk, von der Richtigkeit der evang.⸗ lutheriſchen Lehre überzeugt und denſelben zum Austritt aus ſeiner bis⸗ herigen Kirche, die derſelbe nun als eine falſche erkannt hatte, bewogen. Die⸗ ſer Mann wünſchte nun als Miſſionar in den Dienſt unſerer Kirche zu treten und wurde von unſeren Brüdern in Baltimore unterrichtet. Herrn Miſ⸗ ſionar Döſcher's Vorſchlag war zuerſt, demſelben die Miſſionsſchule in Bal⸗ timore zu übergeben. Da aber Ihre Commiſſion dies beanſtandete, der Miſſionar nun auch ſehr dringend der Hilfe in New Orleans bedurfte; ſo er⸗ ſuchte er die Commiſſion, ihm Herrn Polk zum Gehilfen zu geben. Doch auch dieſes mußte Ihre Commiſſion nach reiflicher Ueberlegung und Ein⸗ holung des Raths der berathenden Miſſionscommittee in Baltimore ver⸗ weigern; denn obgleich Revd. Polk Zeugniſſe beibrachte, daß er eine theo⸗ logiſche Ausbildung genoſſen hatte und zum Paſtor der Presbyterianer⸗ Kirche ordinirt ſei, ſo konnte er doch in der Lehre unſerer Kirche noch nicht genugſam unterrichtet ſein. Endlich war auch Ihre Commiſſion nicht über⸗ zeugt, daß im Betreff ſeines moraliſchen Wandels Alles in Ordnung war, und ob er wirklich in ſeinem Gewiſſen gefangen ſei und nicht etwa äußere Vortheile bei uns ſuche. Die berathende Committee in Baltimore löſ'te dann die Schwierigkeiten in dieſer Angelegenheit, indem ſie das nöthige Reiſegeld für Polk und ſein Kind aufbrachte (er iſt Wittwer) und es ihm freiſtellte, auf eigene Verantwortung nach New Orleans zu reiſen. So kam Revd. Polk nach New Orleans, wo er von Miſſionar Döſcher bereit⸗ willig aufgenommen, unter ſeiner Aufſicht zum Schulhalten verwendet, und nebenbei in der Lehre unterrichtet wurde. Herr Miſſionar Döſcher erbot ſich, den Gehilfen Polk ſelbſt zu beſolden, wozu er durch die ihm von der predigerloſen St. Johannisgemeinde, welche er mit bediente, zu Theil wer⸗ dende Unterſtützung in den Stand geſetzt ſei. Dieſes glaubte Ihre Com⸗ miſſion nicht verweigern zu dürfen, ſetzte aber dem Fräulein Döſcher für ihre Dienſte in der Schule $20.00 monatlichen Gehalt aus. Mr. Polk hat ſich, Gott Lob! als ein ernſter, eifriger und ſehr brauchbarer Mann bewährt. Der Viſitator der Südſtaaten, Herr Paſt. Köſtering, welcher denſelben im Monat Mai d. J. im Beiſein der Herren Paſtoren Döſcher und Friedrich auf dringende Bitten Paſtor Döſcher's examinirte, gibt ihm das Zeugniß, daß er auf alle Fragen ſehr gut und klar geantwortet habe, obgleich er in einer Predigt, die derſelbe von ihm hörte, nicht ganz richtig lehrte. Daher hat es nun Ihre Commiſſion in Gottes Namen gewagt, ihn als Lehrer an unſerer Miſſionsſchule mit einem monatlichen Gehalt von $50.00 anzuſtel⸗ len. Denſelben als Miſſionar anzuſtellen, wie Herr Paſtor Döſcher es längſt ſchon gewünſcht hatte, glaubte die Commiſſion nicht ermächtigt zu ſein, ſondern der Ehrw. Synodalconferenz ſelbſt überlaſſen zu müſſen. „Noch einen Mulatten, Namens Lewis, einen Mann von etwa 28