# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1878_S58 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 58 — Ihre Miſſionsbehörde ſofort Schritte, die Miſſion unter den heidniſchen oder doch religiös verwahrlosten und verlaſſenen Negern dieſes Landes in's Werk zu ſetzen. Sobald ſie ſich organiſirt hatte, und Herr P. Bünger zum Vor⸗ ſitzer, Herr Umbach zum Schatzmeiſter und der Unterzeichnete zum Schreiber erwählt worden waren, wurde nach gethanen Erkundigungen Herr P. J. F. Döſcher, als ein bewährter und erfahrener Miſſionar, zum erſten Miſſionar unter den Negern dieſes Landes berufen mit $300.00 Gehalt und freier Woh⸗ nung oder, ſo lange die Synodalconferenz keine Wohnung geben kann, mit $1000.00 Gehalt jährlich, nebſt Erſtattung der Koſten ſeiner im Dienſt der Miſſion unternommenen Reiſen und der Hotelkoſten. „Ihre Miſſionsbehörde inſtruirte den Miſſionar dahin, zuerſt eine Rund⸗ reiſe durch die Südſtaaten zu machen, dabei überall, wo ſich Gelegenheit biete, den Negern zu predigen und ſo das ganze Miſſionsgebiet zu recognos⸗ ciren und dann zuerſt an dem Orte, der ihm der geeignetſte erſchiene, eine Ge⸗ meinde zu organiſiren, derſelben einen Paſtor zu geben und dann an einem andern Orte ein Gleiches zu verſuchen. „Am 16. October vorigen Jahres, bei Gelegenheit der Verſammlung des weſtlichen Diſtricts der Synode von Miſſouri zu Altenburg, Perry Co., Mo., wurde Herr P. J. F. Döſcher, im Auftrage des ehrwürdigen Präſes der Synodalconferenz, Herrn Prof. W. F. Lehmann, und des ehrw. Präſes weſtl. Diſtricts der Synode von Miſſouri, Herrn P. F. J. Biltz, durch Herrn P. J. F. Bünger unter Aſſiſtenz des Unterzeichneten in ſein Amt als Neger⸗ miſſionar eingeführt. Während derſelben Synode wurde auch in einer freien Miſſionsverſammlung die Herausgabe eines Miſſionsblattes befürwoxtet und Herr P. Müller von Cheſter, Ills., zum Redacteur vorgeſchlagen. Die Miſſionsbehörde hielt ſich jedoch nicht für berechtigt, ein Miſſionsblatt herauszugeben, ohne von der ehrp. Synodalconferenz beauftragt zu ſein, iſt aber der Meinung, daß die ehrw. Synodalconferenz über Herausgabe eines Miſſionsblattes berathen ſollte. Vielleicht dürfte Herr P. Frey bereit ſein, uns das von ihm gegründete Miſſionsblatt zu übergeben. „Herr Miſſionar Döſcher eröffnete ſeine Miſſionsthätigkeit durch eine engliſche Predigt bei einem etliche Tage nach ſeiner Einführung ſtattfindenden Miſſionsfeſt zu New Wells, Mo., zu welchem auch Neger eingeladen und ge⸗ kommen waren. Zuerſt begab ſich Miſſionar Döſcher nach Memphis, Tenn., dann nach Little Rock, Ark., wo er ein vielverſprechendes Arbeitsfeld fand. Es wurde ihm gerathen, jetzt im Herbſt nicht mehr nach dem Süden zu reiſen, ſondern bis etwa Januar in Little Rock zu bleiben, wozu Ihre Behörde mit Freuden ihre Zuſtimmung gab. Die Wirkſamkeit des Miſſionars in Little Rock war eine recht geſegnete; es fand ſich ein Häuflein herzu, die ſeine Pre⸗ digten hörten, auch hatte er eine Sonntagsſchule von gegen 50 Kindern. „Obgleich Miſſionar Döſcher und die aus der ev.⸗luth. Gemeinde in Little Rock erwählte berathende Miſſionscommittee wünſchten, daß der Miſſio⸗ nar in Little Rock noch länger bliebe, glaubte Ihre Miſſionsbehörde doch