# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1878_S32 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 32 — Wurzel, meine Schweſter, in welcher, wie auch in mir, ein residuum meines Vaters iſt, — oder durch die erſte Verſchwägerung (affinitate), welche durch fleiſchliche Vermiſchung frei entſtanden iſt; und daher iſt Fleiſch meines Fleiſches nicht allein der Großvater zu und über mir, der Enkel von mir, zu und unter mir, die Schweſter, der Schweſter Tochter mit und neben mir, ſon⸗ dern auch des Onkels Weib, das mit meinem Onkel Ein Fleiſch geworden iſt. Nach der bisher ausgelegten Regel iſt es ein Unrecht, wenn ich heirathe: 1. die Mutter, ſei es die Stief⸗, oder die rechte Mutter; 2. die Großmutter; 3. die Schweſter, die leibliche Halbſchweſter von Vaters⸗ und Mutters⸗Seite, und die leibliche ganze Schweſter aus beiden Eltern; 4. die Tante, 5. des Bruders Tochter, 6. die Schwiegertochter aus dem Sohne, 7. die Schwägerin aus der Schweſter d. i. die Schweſter des Weibes, und zwar auch wenn dasſelbe ge⸗ ſtorben iſt; 8. die Schwägerin aus dem Bruder oder des Bruders Frau. (Marc. 6, 18.).“ (Liber conscientiae, I, 777. sqq.) Damit ſtimmt auch ein Gutachten der Leipziger Facultät vom J. 1708, wo es ſo heißt: „Es werden nicht mehr, als diejenigen, Perſonen einander zu heirathen verboten, da eine das Fleiſch der andern Fleiſches iſt, nemo ad carnem carnis suae appropinquet; nemlich: meine Eltern und Voreltern, meine Kinder und Nachkömmlinge, ingleichen meine Ge⸗ ſchwiſter; ſodann deroſelben Fleiſch, entweder nach der Blutsfreund⸗ ſchaft oder Schwägerſchaft, als da ſind deroſelbigen Geſchwiſter und Ehe⸗ gatten. Was aber weiter gehet, ſteckt nicht mehr in dieſem allgemeinen Verbot Gottes durch Moſen, und kann alſo nicht als von Gottes Seite verboten geachtet werden.“ (Bedenken ꝛc. S. 936.) Aus den angeführten Zeugniſſen iſt nun ſchon zur Genüge erſichtlich, wie der Ausdruck Fleiſches Fleiſch in dieſer Stelle zu verſtehen ſei. Be⸗ ſonders genau aber geht auf die Worte שְׁאֵר בְּשָׂרוֹ im Einzelnen und auf die Verbindung beider ein V. E. Löſcher, ein Theologe, der zwar in der Dogmatik nicht immer ganz zuverläſſig iſt, auf ſprachlichem, hiſtoriſchem und kritiſchem Gebiet aber Seinesgleichen ſucht. Er ſchreibt: „Es iſt von ſehr großem Nutzen, wenn man die Worte בשר Basar und שאר Scheer aus der Urſprache richtig unterſcheidet. בשר Basar . . findet ſtatt zwiſchen Vater und Tochter, Mann und Weib Gen. 2, 24., wird auch meine Blöße genannt Lev. 18, 8. 16. 20, 11. שאר Scheer . . findet ſtatt zwiſchen Brüdern und Schweſtern Lev. 18, 12. 13., ſowie auch zwiſchen Vater und Stieftochter Lev. 18, 17. Basar des Basar . . findet ſtatt zwiſchen mir und der Stiefmutter, zwiſchen mir und des Weibes Mutter und Tochter, weil mein Vater mein Basar iſt, die Stiefmutter aber meines Vaters Basar nach bibliſchem Style genannt wird, und ſo in Betreff der Uebrigen. Basar des Scheer . . findet ſtatt zwiſchen mir und des Bruders Weib.