# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1877_S49 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 49 — Die Synodal⸗Conferenz trat dieſen, auch ſonſt in weiten Kreiſen ge⸗ hegten Wünſchen ſofort bei und gab einſtimmig folgende Erklärungen ab: 1. „Wir ſehen die Verabfaſſung einer Glaubenslehre im Geiſt der alten rechtgläubigen Dogmatiker, aber mit Berückſichtigung der neueren Theologie, für etwas äußerſt Wünſchenswerthes, ja hoch Nöthiges an. 2. Wir erachten Herrn Profeſſor Walther ſowohl durch ſeine beſonderen Gaben als auch durch ſeine ganze Stellung vor Anderen für hiezu berufen. 3. Wir ſprechen daher hiemit die ernſtliche Bitte aus, Herr Profeſſor Walther wolle in Gottes Namen Hand an's Werk legen, wenn und ſobald ihm ſeine ſonſtigen nöthigen Arbeiten dies erlauben. 4. Wir geben es ihm dabei anheim, ob nicht etwa auch dies Werk, wie einſt die Paſtoral⸗Theologie, zuerſt abſchnittsweiſe, aber fortlaufend, in „Lehre und Wehre“ veröffentlicht werden könne.“ VII. Prüfung der Synodal⸗Berichte der zur Conferenz gehörenden Synoden. Laut vorjährigen Beſchluſſes (vergl. Bericht der Conferenz v. J. 1876 S. 54: „Lehrwache von Seiten der Synodalconferenz“) hatte Herr Präſes Preus eine genaue Prüfung aller Synodalberichte des verfloſſenen Jahres aus dem Kreiſe der zur Conferenz gehörenden Synoden angeordnet und die ausführlichen ſchriftlichen Protokolle darüber der Conferenz vorgelegt. Die⸗ ſelbe übergab dieſe Protokolle nochmals einer Committee zur kurzen Bericht⸗ erſtattung, welche auch in folgender Faſſung erfolgte und von der Conferenz angenommen wurde: „Genannte Protokolle wurden geprüft und für richtig befunden. Nur in einem derſelben fand man in den Lehrverhandlungen etwas Anſtößiges. Da aber die betreffende Synode bereits beſchloſſen hat, die Sache in Wieder⸗ erwägung zu ziehen und das Unrichtige abzuthun, ſo glaubt die Committee nicht weiter darauf eingehen zu dürfen. Ein Protokoll fehlte.“ VIII. „Die Culturjunker“. Es war der Conferenz eine Broſchüre zugeſandt worden, betitelt: „Die Culturjunker, oder die gegenwärtige Kriſis von Staat und Kirche im deutſchen Reiche. Offenes Sendſchreiben an Se. Majeſtät, den deutſchen Kaiſer und ein offenes Wort an das Volk der Reformation von der lutheriſchen Kirche in Nordamerika.“ Der Verfaſſer dieſer Schrift forderte die Synodal⸗ Conferenz auf, dieſelbe zu unterſchreiben, resp. ſich auch zu derſelben als zu der ihrigen zu bekennen. Die mit der Prüfung dieſer Schrift betraute Committee durfte der Conferenz nur eine Anzahl Sätze daraus vorleſen, um die Conferenz genügend zu überzeugen, daß ſie dieſe Adreſſe nie zu der ihrigen machen könne. Es wurde daher einſtimmig folgende Erklärung abgegeben: