# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1877_S44 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 44 — wollen, nichts zu thun, wodurch der eine oder andere Theil der Synodal⸗ Conferenz die Beſorgniß bekommen könnte, als ob wir nicht in Einem Geiſt und Sinne ſtänden. So oft daher ſpäterhin dieſe oder jene Synode etwas öffentlich zu unternehmen beabſichtigt, was dem anderen Theile Beſorgniß dieſer Art erwecken könnte, ſo wollen wir uns das gegenſeitig vorher offen mittheilen, ohne Beſorgniß, daß der betreffende Theil die Meinung bekomme, der andere wolle in die Rechte ſeiner Synode eingreifen, in Mitteldingen Geſetze vorſchreiben, und was dergleichen Gedanken mehr ſein könnten. Es ſoll vielmehr aller brüderliche Vorhalt in der Geſinnung geſchehen, daß das Heil der einen Synode auch das der anderen ſei und mit der Sorge für die Freiheit der anderen Synode auch für die eigene geſorgt werde. Niemand ſoll es ſich in den Sinn kommen laſſen, dieſe Freiheit irgendwie zu beſchränken. Es ſollen eben nur die Geſetze der brüderlichen Liebe zur Geltung gebracht werden. Keine Rathſchläge, Bedenken und Forderungen können für irgend eine Synode bindend ſein, wenn ſie von der Rechtmäßigkeit, dem Nutzen und Vortheil derſelben für das große Ganze des Reiches Gottes noch nicht klar überzeugt worden iſt.“ Hierzu wurde noch bemerkt, daß man wohl für den Plan der Conferenz vom vorigen Jahre im großen Ganzen von Herzen ſtimmen und dennoch ſpäter nach genauer Prüfung in untergeordneten Stücken Veränderungen wünſchen und vorſchlagen könne, ohne dadurch mit dem Plan in ſeinem Weſen in Conflict zu ſtehen. II. Die Wiederaufnahme der Heidenmiſſion. Der Bericht der 2ten Committee machte unter Anderem auch auf einen Vorſchlag und Anfrage des Herrn Präſes H. A. Preus aufmerkſam, dahin lautend: „Ob es nicht an der Zeit ſei, daß die Synodalconferenz ihre Auf⸗ merkſamkeit auf die Heidenmiſſion richte und eine Miſſion etwa unter den Negern und Indianern dieſes Landes ins Leben rufe.“ Dieſer ſo hochwichtige Gegenſtand wurde ſofort zur Beſprechung auf⸗ genommen, da er ganz im Einklang mit unſerer Conſtitution ſteht. Dort wird nämlich unter den Gegenſtänden der Thätigkeit der Conferenz auch auf⸗ geführt: „Angelegenheiten äußerer und innerer, ſowie Emigranten⸗ miſſion.“ Länger über die hohe Wichtigkeit dieſer Sache zu verhandeln, war unnöthig, da alle Delegaten davon beſeelt waren, auch an dem ſeligen Werk der Heidenmiſſion theilzunehmen. Man vergegenwärtigte ſich nur das große Intereſſe, welches unſer lutheriſches Volk für die Heidenmiſſion hat, und daß wir daher gar nicht zu fürchten brauchen, daß dafür wenige Mittel zu haben ſein werden. Wenn wir aber den Drang unſeres lutheriſchen Chriſtenvolkes, für Heidenmiſſion etwas zu thun, nicht benutzen, ſo wird ſich dasſelbe mit ſeinen Mitteln dahin wenden, wo wir es nicht gern ſehen. Denn ſelbſt die Miſſionsgeſellſchaften Deutſchlands nehmen ähnlich wie die Landeskirchen [Folio: die zweite Ziffer iſt eine beſchädigte 4 (ihr Schrägſtrich iſt nicht ausgedruckt; Querſtrich⸗Anſatz und Fuß der 4 ſind ſichtbar), ſo daß ſie einer 1 ähnelt; geleſen 44.]