# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1877_S42 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 42 — 2. „Daß ſie auch zu ſolcher Vereinigung zu einer Staatenſynode von Wisconſin bereit iſt, ſobald die Möglichkeit abgeſchnitten iſt, daß dieſe Staatenſynode ſich wieder an eine der beſtehenden allgemeinen Synoden an⸗ ſchließe und damit ihre Selbſtſtändigkeit und Unabhängigkeit verliere.“ (Einſtimmig angenommen.) 3. „Daß ſie aber den Anſchluß an eine der zur Zeit noch beſtehenden allgemeinen Synoden weder als in Gottes Wort geboten, noch auch zur wahren Einigkeit als weſentlich nöthig, noch auch als für unſere Synode und Gemeinden heilſam und erſprießlich erkennen kann.“ In Betreff der Seminarsſache war Folgendes beſchloſſen: „Daß wir die Errichtung eines großen, allgemeinen Prediger⸗Seminars für uns nicht für gut und erſprießlich erkennen und uns darum nicht daran betheiligen können.“ Nach dieſen Berichten der Delegaten wurden zwei Vorſchläge gemacht: Erſter Vorſchlag: „Daß jetzt von dieſer ganzen Sache abgebrochen und die weitere Entwickelung dieſer Angelegenheit den einzelnen Synoden überlaſſen werde.“ Zur Begründung dieſes Vorſchlags wurde bemerkt: Durch die in eini⸗ gen Synoden gefaßten Beſchlüſſe ſei ja der Plan der Synodal⸗Conferenz vorläufig geſcheitert. Es gehe klar daraus hervor, daß es jetzt noch nicht an der Zeit ſei, allgemein die Gründung von Staatenſynoden und Geſammtſeminar in Angriff zu nehmen. Wolle man jetzt doch noch durch eine Committee Beſchlüſſe für dieſe Sache faſſen, ſo gebe das den Schein, als wolle man einen Druck auf einige Synoden ausüben und ſie ſogar nöthigen, ihre in dieſer Sache ſchon klar und beſtimmt gefaßten Be⸗ ſchlüſſe wieder zurückzunehmen. Es iſt ja die vorliegende Sache in Gottes Wort weder geboten noch verboten und kann daher jede Synode nach ihrem beſten Wiſſen und Gewiſſen handeln, wie ſie will. Iſt das vorliegende ſchöne Ziel noch nicht aller Orten in der Conferenz zu erreichen, ſo könnten doch vielleicht einzelne Theile den Anfang machen und bewährt ſich deren Verbindung, ſo werden gewiß nach und nach ſich mehr Theile anſetzen. Würden wir aber jetzt in dieſer Sache als Conferenz weiter gehen, ſo könnte das leicht ſchwere und übele Folgen nach ſich ziehen. Um ſolcher Mitteldinge willen ſollen wir die Einigkeit nicht ſtören, die uns Gott ſchon in der Lehre und in der Zuſammengehörigkeit innerhalb der Synodal⸗Conferenz geſchenkt hat. Ganz etwas anderes iſt es, wenn wir jetzt in Lehrſachen uneinig wären; dann müßten wir die Sache durchfechten und wenn alles in Stücken auseinanderflöge. Zweiter Vorſchlag: „Daß eine Committee ernannt werde, beſtehend aus ſämmtlichen Delegaten der ehrw. Wisconſin⸗Synode und je einem Fünftel der Delegaten jeder anderen Synode, welche noch in dieſen Sitzungs⸗ tagen die betreffende Sache erwäge, etwaige Mißverſtändniſſe u. ſ. w. be⸗ ſeitige und beſtimmte Vorſchläge zur Regulirung der Sache der Conferenz unterbreite.“