# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1877_S40 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 40 — Sache ohne genügende Vorbereitung alsbald in's Werk zu ſetzen. So wün⸗ ſchenswerth auch eine ſolche Einigung ſei, wie ſie der Vorſchlag bezwecke, ſo erfordere doch die Natur des Gegenſtandes, daß man ſich über jeden zu thuenden Schritt im Voraus vollkommen klar werde, daß durch die allſeitig⸗ ſten und gründlichſten Beſprechungen ohne alle Ueberſtürzung die Sache zur Reife gebracht werde, und dann nicht ein ſelbſtgemachtes Menſchenwerk ſei, ſondern die Frucht der in Liebe thätigen Einigkeit. Außerdem gehe die Sache die Gemeinden inſonderheit an; es könne alſo in keiner Weiſe ohne Zuſtim⸗ mung derſelben vorgegangen werden. Sehr entſchieden wurde dazu betont, daß es ſich hiebei nicht darum handle, daß in irgend einer der jetzt beſtehenden Synoden die andern aufgingen und ſo nur noch Diſtrikte dieſes Körpers würden, ſondern die gegenwärtige Vorlage erfordere eine gänzliche Auflöſung der jetzigen Synoden, eine Umbildung der Synodalconferenz in einen organiſch gegliederten Körper, deſſen einzelne Glieder Staatenſynoden ſein ſollten. Es würde deshalb auch unnütz, ja unrecht ſein, wenn wir, um unſrerſeits den beregten Plan zu fördern, einſeitig etwa mit der Miſſouri⸗ ſynode unterhandeln und mit ihr eine beſondere Einigung eingehen wollten, ohne dabei die übrigen Synoden innerhalb der Synodalconferenz zu berück⸗ ſichtigen. Denn dieſe Sache gehe die ganze Synodalconferenz in gleicher Weiſe an, und nur durch ein vollkommen gemeinſames, einheitliches Vor⸗ gehen der ganzen Synodalconferenz könne eine wirklich heilſame Verwirk⸗ lichung des angeregten Planes erzielt werden. Während dies von der andern Seite als für das letzte Ziel des ganzen Planes vollkommen richtig anerkannt wurde, mußte doch bemerkt werden, daß eine theilweiſe Uebereinkunft, ja Einigung einzelner der betheiligten Sy⸗ noden wohl gedacht werden könne, die der Erreichung jenes letzten Zieles keineswegs hinderlich ſein dürfte, ſondern einen bedeutenden Schritt dazu weiter vorwärts helfen würde. Gerade die Ohioſynode, die mit der Miſ⸗ ſouriſynode unter Uebelſtänden leide, welche durch Hinüberreichen des einen Synodalgebiets in das andere hervorgerufen ſeien, habe doch für die Hin⸗ wegräumung dieſer Uebelſtände ganz beſondere Schwierigkeiten, z. B. wegen ihres engliſchen Diſtrikts, in's Auge zu faſſen, reſp. mit der Miſſouriſynode darüber ſich zu beſprechen, die andern Synoden der Synodalconferenz ganz fremde wären. Dieſe Schwierigkeiten zu beſeitigen könne die Synode durch Berathungen mit der zunächſt betheiligten ehrw. Miſſouriſynode allerdings hoffen, während ein Hinzuziehen der andern Synoden, die hiemit gar nichts zu thun hätten, dem Werke nicht förderlich ſein würde, ſondern es nur un⸗ nöthig erſchweren müßte. Nachdem ſo durch die Debatte die nöthige Klarheit über den Gegenſtand erreicht, auch eine vollkommene Einmüthigkeit in Bezug auf den Plan ſelbſt zu Tage getreten war, wurde Beſchloſſen, daß eine Committee, beſtehend aus den Prof. M. Loy, W. F. Lehmann, C. H. L. Schütte, Paſtor Meiſer und Belſer, über dieſen