# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1877_S27 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 27 — Denn damit würde man ſich ja offen zur Union bekennen, wie ſchon der Titel anzeigt. Bei ſolchen Geſangbüchern, die den lutheriſchen Namen haben, ſehen's unwiſſende Chriſten freilich ſchwerer ein. Zu erinnern iſt aber, daß das Gemeinſchaftliche Geſangbuch jetzt auch mit lutheriſchem Titelblatt ver⸗ kauft wird. Erweiſen ſich die Gemeinden hartnäckig, ſo müſſen ſie zuletzt ausgeſchloſſen werden. Wie die Geſangbücher, ſo ſollten auch die Agenden rein ſein. Das iſt mit der New Yorker nicht der Fall. Sie hat z. B. die unirte Spendeformel beim heiligen Abendmahle und drei Formulare für die Taufe, die zum Theil ganz rationaliſtiſch ſind. Auch die Agende der Ohio⸗Synode hat einige Mängel. Doch ſollen dieſelben geändert werden, wenn die Synodal⸗Confe⸗ renz nicht eine eigene herausgibt. Es wurde nun der Beſchluß gefaßt: „Bei der nächſten Sitzung der Synodal⸗Conferenz ſollen die Präſidenten der einzelnen Synoden einen ſchriftlichen Bericht einreichen, in welchem an⸗ gegeben wird, welche Agenden, Geſangbücher und Katechismen in ihren Synoden im Gebrauch ſind, und in wie vielen Gemeinden ein jedes dieſer Bücher benutzt wird. Wenn darunter falſchgläubige ſind, ſo ſoll zugleich angegeben werden, ob der betreffende Paſtor gegen den Gebrauch proteſtirt hat und die Gemeinde eingewilligt, das Buch mit der Zeit abzuſchaffen.“ Ebenſo wurde beſchloſſen: „Es ſollen die Präſidenten der einzelnen Synoden auch einen ſchriftlichen Bericht darüber abſtatten, ob in allen Parochieen ihrer Synoden auch Ge⸗ meindeſchulen gehalten werden, ſei es von einem beſondern Lehrer oder von dem Paſtor ſelbſt.“ Auch für rechtgläubige Erbauungsbücher hat eine Synode zu ſorgen. Sie darf keine ſchlechten circuliren laſſen. Dazu ſind aber nicht blos die zu rechnen, welche offenbar falſche Lehre enthalten, ſondern auch ſchon ſolche, welche der rechten Klarheit ermangeln. Es iſt deshalb beſon⸗ ders nachzufragen, ob die geſunde lutheriſche Literatur Eingang findet. Darnach müſſen ſich die Paſtoren bei ihren Hausbeſuchen erkundigen, freilich mit der nöthigen Vorſicht. Sie ſollen nicht gleich mit der Thüre in's Haus fallen, ſondern etwa erſt das Gute anerkennen, dann aber auch treulich vor dem, was nicht mit der Schrift ſtimmt, warnen. Auch in dieſem Stücke müſſen wir eifrig ſein, denn die Kirche als geiſtliche Mutter muß nachſehen, was ihre Kinder für Nahrung haben. Ebenſo hat man auch auf die religiöſen Zeitſchriften zu ſehen, denn falſchgläubige Kirchenblätter darf nur der leſen, der feſt gegründet iſt, ſo daß keine Gefahr vorhanden iſt, daß er verführt werde. Auch muß er dazu Be⸗ ruf haben. Uebrigens ſollen wir uns vor falſchgläubigen Blättern hüten. Ganz beſonders zu empfehlen iſt das Altenburger Bibelwerk, das von der Bibelgeſellſchaft in St. Louis bei Beziehung größerer Quantitäten um den Koſtenpreis zu haben iſt. Es iſt ein köſtliches Buch, das ſchon vielen