# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1876_S47 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 47 — Ohne Zweifel kann allein dadurch das Erbübel unter uns, daß Gemeinden verſchiedener Synoden und, zumal in Städten, die einzelnen Glieder ver⸗ ſchiedener Gemeinden durcheinander wohnen, nach und nach gründlich be⸗ ſeitigt werden. Bleibt es, wie es iſt, ſo wird auch die Verſuchung bleiben, daß eine Synode und Gemeinde der anderen den Rang abzulaufen ſucht; es werden dann Viele immer mehr auf ihre Synode, als auf Gottes Reich, ſehen. Unſere Frage iſt daher zunächſt nur dieſe: Iſt es jetzt an der Zeit, dies Ziel mit allem Ernſt und Eifer zu erſtreben? Es handelt ſich dabei ſelbſt⸗ verſtändlich nicht darum, daß dies aller Orten ſogleich, wohl gar gewaltſam, in's Werk geſetzt werde; auch nicht darum, daß mit der Einrichtung von Staatenſynoden auch zu gleicher Zeit die territoriale Abgrenzung der ein⸗ zelnen Gemeinden durchgeführt werde. Iſt nur einmal das Erſtere geſchehen, ſo ſind wir ſchon einen bedeutenden Schritt vorwärts und wird gewiß das andere die natürliche Folge ſein. Es hanrelt ſich endlich auch nicht um die Aufhebung der beſtehenden oder um Verhinderung neu ſich bildender allge⸗ meiner Synoden. Auch bei der Einrichtung von Staatenſynoden kann es immer noch mehrere größere Generalſynoden geben. Solcher können in den Vereinigten Staaten wohl ihrer drei oder vier recht gut beſtehen. Natürlich ſtände es in der Freiheit der einzelnen Staatenſynoden, welcher Generalſynode ſie ſich anſchließen wollen. In der Synodalconferenz wären dann dennoch alle zur Wahrung der Einheit und Reinheit der Lehre und zur Förderung des Reiches Gottes überhaupt zu einem Körper vereinigt. Ein Deputirter aus dem Laienſtande ſprach ſich ſonderlich ernſtlich und herzlich aus für Errichtung von Staatenſynoden und gab zu bedenken, ob nicht die Schwierigkeit der Sache ſonderlich bei den Paſtoren liege, und welch ein großer Schade dies ſei. Freilich gehören zu dieſem Werk Männer, die da bereit ſind, auch Opfer zu bringen. Will man das nicht, ſo laſſe man die ganze Sache unangerührt. Hierauf wurde dann einſtimmig beſchloſſen, daß wir der Ueberzeugung ſind, daß jetzt ſchon dieſe ſo wichtige Sache mit allem Ernſt und Eifer anzugreifen ſei, daß wir daher allen unſeren Synoden rathen, ohne Verzug Schritte zu thun, daß Staatenſynoden in's Leben treten, wenn nicht ſogleich überall, doch jedenfalls da, wo es ohne große Schwierigkeiten, ohne Schaden und Nachtheil geſchehen kann. Dies ſollen und wollen alle Delegaten bei ihren Synoden vertreten. Der einzuſchlagende Weg wird dieſer ſein, daß eine Synode der anderen den Vorſchlag zur Vereinigung der in einem Staate wohnenden Theile beider macht. Jedenfalls ſollten einzelne Theile nicht eher Schritte zur Ausführung der Sache thun, als bis ſie die Zuſtimmung ihrer Synode erlangt haben. Um der Schwierigkeiten willen, welche der Ausführung beſonders im Bezug auf Anſtalten und ſonſtiges Eigenthum der Synoden entgegen ſtehen, hielt es die Conferenz für rathſam, eine Committee, beſtehend aus je einem Paſtor