# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1875_S28 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 28 — Halten wir uns darum an das, was gewiß iſt: nämlich die dem Worte Gottes widerſprechende geheime Verbindung, die Verbrüderung mit der Welt, die religiöſen Handlungen, der Eid in unbekannten Dingen, und daß man Werke des Eigennutzes für Werke der Liebe ausgibt, ſo haben wir Gründe genug, weshalb wir mit großem Ernſt die geheimen Geſellſchaften, als Synagogen des Teufels, bekämpfen müſſen. Wenn wir dieſen Geſell⸗ ſchaften etwas aufoctroyiren, davon ihre Glieder in ihrem Gewiſſen nicht zu überzeugen ſind, ſo brechen wir unſerem Kampfe die Spitze ab. Wir ſind alle darin einig, daß nicht alle geheimen Geſellſchaften religiöſe Gemeinſchaften, und daß ſie nicht alle Geſellſchaften mit religiöſen Cere⸗ monien und Tendenzen ſeien. Wir geben zu, daß es unter ihnen auch religiöſe Geſellſchaften geben könne, und dann wäre der Anſchluß eines Chriſten an eine ſolche Geſellſchaft nur um ſo ſchrecklicher. Wir können aber der entſtandenen Schwierigkeit aus dem Wege gehen, indem wir unent⸗ ſchieden laſſen, ob geheime Geſellſchaften religiöſe Gemeinſchaften ſeien, oder nicht. Auf den Einwand, daß dann das General Council und die Iowa⸗ ſynode unſern Standpunkt angreifen und uns vorwerfen könnten, wir wären über dieſe Frage betreffs der geheimen Geſellſchaften ſelbſt noch nicht einig, und machten ſie doch zu einer kirchentrennenden zwiſchen dem Council und uns, wurde geantwortet, daß es uns vollkommen gleichgiltig ſein könne, was aus dieſem Anlaß jene über uns läſtern mögen. Es iſt vielmehr ein Zeichen unſerer geſunden Stellung, daß wir nicht bloße Jabrüder ſind, die, ohne überzeugt zu ſein, alles annehmen. Zudem iſt ſchon ſeit Jahren unſer Standpunkt den geheimen Geſellſchaften gegenüber klar und beſtimmt. Die geheimen Geſellſchaften verwerfen wir ſammt und ſonders, weil der Anſchluß an dieſelben eine Verleugnung des HErrn JEſu in ſich ſchließt, weil es dem klaren Worte Gottes widerſpricht, mit den Ungläubigen an Einem Joche zu ziehen, Juden und Mohammedaner als die nächſten Brüder anzuſehen, denen man den Geſetzen der Loge gemäß in aller Noth eher beiſpringen und helfen müſſe, als den geiſtlichen Brüdern in Chriſto und den durch Bande des Bluts verknüpften leiblichen Verwandten u. ſ. w. Das, was die Einen beſtimmt, die geheimen Geſellſchaften religiöſe Geſellſchaften zu nennen, halten auch die Anderen, welche dieſe Bezeichnung nicht unterſchreiben können, für unrecht und ſündlich. Der Kampf gegen dieſe Geſellſchaften wird darum von Beiden mit gleichem Ernſt und gleicher Entſchiedenheit geführt. Dieſe Benennung „religiöſe Geſellſchaften“ wird darum von Manchen nicht als adäquat angenommen, weil ſie in den geheimen Geſellſchaften nicht die Be⸗ rechtigung dieſes Begriffs finden können, und weil aus der Anwendung dieſer Bezeichnung auf geheime Geſellſchaften zu folgen ſcheine, daß alle Gemeinden, die noch Glieder geheimer Geſellſchaften unter ſich haben, lauter unirte Ge⸗ meinden ſeien. Das wäre doch gewiſſensbeſchwerend. Wir verwerfen aber insgeſammt die Praxis, daß Paſtoren noch ſolche Glieder in ihrer Gemeinde dulden, die an den religiöſen Ceremonien geheimer Geſellſchaften theilnehmen.