# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1875_S13 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 13 — nannten und inmitten der rechten lutheriſchen Kirche ſich befanden. Tilem. Heshuſius ſchreibt: „Wenn der Fall ſich zuträgt, daß andere Leute, ſo in unſere Pfarre nicht gehören, ſitzen aber entweder unter dem antichriſtiſchen Pabſtthum oder unter falſchen Lehrern, als Calviniſten, Syner⸗ giſten, Majoriſten, Adiaphoriſten, Schwenkfeldianern, für denen ſich ein Chriſt hüten muß, oder werden von ihrem tyranniſchen Pfarrherrn wider ihr Gewiſſen beſchwert . . . oder bedürfen ſonſt Troſtes und wollen ihr Gewiſſen durch den Brauch der Sacramente ſtärken, unſeres Dienſtes be⸗ gehren und bei uns die Sacramente ſuchen, auf ſolchen und dergleichen Fällen ſteht's uns Predigern frei, einem jeden Menſchen, er komme gleich vom Aufgang oder Niedergang der Sonne (wofern er rechte Buße thut und gläubet dem Evangelio), die Sacramente mitzutheilen, kraft des Spruches Joh. 16.: ‚Der Heilige Geiſt wird die Welt ſtrafen‘, d. i. das Reich Chriſti und heilige Predigtamt ſtrecket ſich über der ganzen Welt Kreis und iſt an keinen Ort, noch Perſon, noch Zeit gebunden.“ (Dedek. Thesaur. II, 438.) Es raubt einer wahrhaft lutheriſchen Synode den Charakter der Recht⸗ gläubigkeit keineswegs, wenn ſich dem Bekenntniß widerſprechende Praxis in ihrer Mitte noch offenbart, wenn ſie derſelben nur keine Berechtigung oder Duldung gewährt, ſondern, ſobald ſolche Praxis zu ihrer Kenntniß kommt, dagegen mit ernſter Zucht nach Gottes Wort einſchreitet. Ganz anders aber verhält es ſich z. B. mit dem General Council. Darin wird falſche Lehre und Praxis, Kanzeltauſch mit Falſchgläubigen, Abendmahlsgemeinſchaft mit Irrgläubigen und das gottloſe Logenweſen nicht nur geduldet, ſondern ſogar in Schutz genommen und treulutheriſche Gemeinden werden zerſtört. Das geſchieht auch in den einzelnen Synoden des General Councils, z. B. das New Yorker Miniſterium, als ſolches, duldet falſche Praxis; es wird auch keine Lehrzucht geübt, kein Zeugniß gegen die geheimen Geſellſchaften abgelegt, und wenn auch einige Zeugen ſich dagegen erheben, ſo können ſie nicht durch⸗ dringen. Das macht unſere Stellung ſchwer und untergräbt unſere Gemein⸗ den. Auch von der Michigan⸗Synode wurde bezeugt, daß ſie keine Lehrzucht übe. Auf die Frage, ob man deshalb das General Council für falſchgläubig halten könne, da es ſich zu unſeren Symbolen bekenne, wurde geantwortet: Wir halten das General Council nicht für bekenntnißtreu, nicht für wahrhaft lutheriſch. Das Bekenntniß dient ihm zum Aushängeſchild. Seine Praxis ſtraft das Bekenntniß Lügen. Jeder, der auch die Theorie nicht einſehen kann, muß ſich aus der Praxis und dem Leben überzeugen, daß ein ſolches Mundbekenntniß nur Betrug iſt. Mit ſolchen falſchen Lutheranern dürfen wir keine Kirchengemeinſchaft halten. Die Stellung des General Council iſt gefährlicher, als offene Verwerfung des Bekenntniſſes und der Theorie, wie in der Generalſynode geſchieht. Keiner, der lutheriſch ſein will, wird zur Generalſynode gehen, aber das General Council betrügt noch manche Lutheraner mit ſeinem Bekenntniß. Mit Freuden begrüßten