# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1874_S47 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 47 — § 7. Der Secretär ſoll unter Mithülfe ſeines Stellvertreters das Protokoll führen, für deſſen Druck Sorge tragen, die nöthigen Abſchriften und Aus⸗ züge aus dem Protokoll beſorgen und wenigſtens ſechs Wochen vor Ver⸗ ſammlung der Conferenz dieſelbe in den betreffenden Kirchenblättern anzeigen. § 8. Der Schatzmeiſter hat die Aufſicht über die der Conferenz gehörigen Gelder zu führen, jährlich über den Stand der Kaſſe zu berichten und nach dem Auftrag der Conferenz oder auf Anweiſung des Präſes und Secretärs die betreffenden Gelder auszuzahlen. § 9. Was die Rede⸗Ordnung betrifft, ſo ſoll jeder zu beſprechende Gegenſtand zuerſt deutlich und beſtimmt durch einen unterſtützten Vorſchlag vorgelegt und, wenn es gewünſcht wird, ſchriftlich eingereicht werden, ehe die Verhandlung desſelben vorgenommen wird. Wer dann darüber zu reden wünſcht, hat ſolches dem Präſes anzuzeigen, der nach der Ordnung der Anzeige dem Be⸗ treffenden das Wort zuſpricht. § 10. Dieſe Nebengeſetze können durch eine Mehrheit von zwei Dritteln ver⸗ mehrt, verändert oder auch aufgehoben werden. Von dieſen Nebenbeſtimmungen konnten der Kürze der Zeit halber nur die §§ 1. 2. und 3., und zwar letzterer ohne die Unterabtheilungen, beſprochen und einſtimmig angenommen werden. Es wurde jedoch beſchloſſen, alle übrigen Theile dieſer Vorlage interimiſtiſch bis zum nächſten Jahre anzu⸗ nehmen und ſie hiermit zu veröffentlichen. Miſſion unter den eingewanderten Chineſen. Dieſe löbliche Sache wurde angeregt durch ein Schreiben des Ehrw. Diſtrictspräſes J. F. Bünger von St. Louis, in welchem er der Synodal⸗ conferenz anzeigt, daß ſich in St. Louis an 300 heidniſche Chineſen befinden, denen das Heil in Chriſto gebracht werden ſollte. Jedenfalls durch eine be⸗ ſondere Fügung Gottes ſei ein früherer Miſſionar unter den Chineſen, Herr Karl Vogel, ebenfalls nach St. Louis gekommen, um ſich zum Dienſt in der Kirche wieder zu ſtellen, nachdem er längere Zeit in tiefſter Verborgenheit gelebt hatte. „Da er aber aufgefordert wurde, die Chineſen hier zu beſuchen, um zu erfahren, ob er noch in ihrer Sprache mit ihnen verkehren könne, und fand, daß er es vermochte, ſich ihnen verſtändlich zu machen, was auch aus der Unterhaltung mit ihnen wahrgenommen werden konnte: ſo entſtand der Gedanke, daß er eine Miſſion unter den heidniſchen Chineſen in St. Louis zunächſt beginnen ſollte. Er erfaßte dieſen Gedanken mit beſonderer Freude, wenn Gott ihn würdigen ſollte, das Miſſionswerk unter dieſem Volke wieder