# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1874_S14 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 14 — ihre beſondere Gemeinde haben, unter welche allein ſie der Heilige Geiſt, die⸗ ſelbe zu weiden, geſetzt hat (Act. 20, 28.), über deren Seelen ſie daher auch wachen und für die ſie einſt Rechenſchaft geben ſollen (Ebr. 13, 17.). Theſis 4. Wer oder wie viele zu dem Sprengel eines jeden Predigers d. i. zu ſeiner Parochie gehören ſollen, iſt nicht in Gottes Wort beſtimmt, iſt daher an ſich nicht juris divini, ſondern humani und ſomit Sache der chriſtlichen Frei⸗ heit und des Uebereinkommens (Gal. 2, 9.). Schon im vorigen Jahre war mit der Beſprechung der 5ten Theſis der Anfang gemacht worden. Das hierüber Aufgezeichnete ſollte aber erſt in dieſem Jahre berückſichtigt werden. Es folgt daher dieſes hier zunächſt ſammt dem urſprünglichen Wortlaut der Theſis 5. Nach apoſtoliſchem Vorgang, die Aelteſten oder Pfarrer κατὰ πόλιν d. i. ſtädteweiſe, von Stadt zu Stadt, von Ort zu Ort einzuſetzen (Tit. 1, 5.), ſollten die Parochieen oder Pfarreien nicht durch eine willkürliche Anzahl von Köpfen und wechſelnden Perſonen beſtimmt, ſondern geo⸗ graphiſch begrenzt ſein und ihr eignes Territorium haben, denn 1) in der Kirche ſoll alles ordentlich und ehrlich zugehen (1 Cor. 14, 40.); ohne territoriale Abgrenzung aber, wenn die Glieder ver⸗ ſchiedener Gemeinden durcheinander wohnen, die einen ſich dahin, die andern ſich dorthin halten, kann nichts anderes, als Unordnung, Confuſion, Verwirrung entſtehen; 2) der Prediger ſoll wiſſen, welche die Seelen ſind, die ihm befohlen und nicht befohlen ſind (1 Petri 5, 2.), über die er inſonderheit zu wachen und für die er inſonderheit Rechenſchaft zu geben habe (Ebr. 13, 17.), nicht in ein fremdes Amt greifen oder ein ἀλλοτριοεπίσκοπος ſein (1 Petri 3, 15.) und nicht auf einen fremden Grund bauen (Röm. 15, 18—20.), und alſo ſchneiden und ernten wollen, wo Andere gepflanzt und geſäet haben; was alles ohne die Eintheilung der Gemeinden in παροικήσεις nicht möglich iſt; 3) die Chriſten ſollen ſich nicht an Prediger wegen deren Gaben hängen und um derſelben willen ſich abſondern; ſind aber die Gemeinden nicht geographiſch determinirt, ſo iſt damit eine Einrichtung getroffen, daß man ſich die Prediger ausſucht und ſich zu denen hält, an denen man gerade Geſchmack findet; anſtatt auf das Wort zu ſehen, ſieht