# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1874_S6 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 6 — Theſis 2. Das einzige äußerliche Gemeinſchaftsband zwiſchen den einzelnen luthe⸗ riſchen Gemeinden in mancherlei Völkern und Sprachen iſt die ungeänderte Augsburgiſche Confeſſion. Anmerkung: Nicht ſchlechthin erforderlich für lutheriſche Kirchen⸗ gemeinſchaft iſt die Annahme der andern lutheriſchen Bekenntnißſchriften, ſofern nicht geleugnet wird, daß dieſe im rechtgläubigen Zuſammenhange mit der ungeänderten Augsburgiſchen Confeſſion ſtehen. Theſis 3. Weil die ungeänderte Augsburgiſche Confeſſion (die in ihrer Entſtehung eben ſo hiſtoriſch⸗particular, als in ihrem Lehrgehalt ökumeniſch iſt) in allen ihren Artikeln des Glaubens die reine und ungefälſchte Erklärung und Dar⸗ legung des göttlichen Wortes, nach Lehre und Wehre, iſt, ſo ſind die Ge⸗ wiſſen aller Lutheraner, es ſeien Einzelne oder Gemeinden oder kirchliche Körperſchaften, an ſie gebunden. Theſis 4. Demgemäß iſt es keine rechtgläubige lutheriſche Gemeinde oder lutheriſche kirchliche Körperſchaft, die nicht die lehrenden und wehrenden Worte dieſes Bekenntniſſes annimmt, wie ſie lauten. Theſis 5. Auch wer die Verbindlichkeit der aus den Worten dieſer Confeſſion folgerichtig ſich ergebenden Schlüſſe leugnet, iſt kein wahres Glied der lutheriſchen Kirche, wenn er gleich widerrechtlich den lutheriſchen Namen feſthält. Im vorigen Jahre war mit der Beſprechung dieſer Theſis ſchon der An⸗ fang gemacht worden; da aber dieſe Beſprechung nicht zum Abſchluß ge⸗ kommen war, ſo ſollte das über dieſelbe Verzeichnete in dieſem Jahre berück⸗ ſichtigt werden. (Vergleiche die gedruckten Verhandlungen vom Jahre 1873 pag. 20.) Es folgen daher hier zunächſt die im vorigen Jahre angeführten Zeugniſſe: J. Dan. Arcularius bemerkt Folgendes: „Dannhauer ſchreibt: ‚Wir ſchließen auch keineswegs alle die rechtmäßigen rechtfließenden Conſequenzen und Folgen aus, ſo aus unſerer Confeſſion gezogen werden können, und halten dieſelben ſowohl für unſere Confeſſion, als wenn ſie klar und deutlich mit ſo viel Buchſtaben darin ge⸗ ſchrieben wären; und das um ſo viel deſto mehr, weil der heiligen Schrift ſolche Folgen und Conſequenzen ſo gar nicht zuwider, daß auch der HErr Chriſtus und ſeine Apoſtel dieſelben ſelbſt mit dem Namen der Schrift geweihet und geadelt hat Matth. 22, 29—32.‘ (Reformirtes Salve S. 231.) Sind die Worte der Confeſſion wahr in ihrem rechten, eigentlichen, tiefgegründeten Verſtand, und ich nehme die Wahrheit ſolcher Worte von Herzen an, ſo habe ich mich vor keiner Conſequenz zu fürchten und wenn deren zwan⸗ zig, dreißig hintereinander gemacht würden, wenn ſie nur recht kräftig und bündig ſchlie⸗ ßen; denn die Regel bleibt immer feſt: Ex veris nonnisi verum, aus der Wahrheit