# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1873_S28 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 28 — Emigranten⸗Miſſion. Der Emigranten⸗Miſſionar der Miſſouri⸗Synode in New York, Herr Paſtor S. Keyl überſandte der Conferenz folgende Zuſchrift: (Für die Synodal⸗Conferenz!) „1.) Alle Glieder der Synodal⸗Conferenz (Paſtoren und Laien) werden erſucht, ihre Aufträge hinſichtlich der Beförderung ihrer Freunde oder Verwandten von Deutſchland nach New York, deren Empfang⸗ nahme hier und Weiterbeförderung von hier, in meine Hände zu legen. — Alle für Einwanderer nöthigen Gelder ſollten nicht an Agenten, ſondern direct an mich geſendet werden, damit ich Schiffs⸗ und Eiſenbahnſcheine für die Leute beſorgen kann. 2.) Alle, welche aus den verſchiedenen Gemeinden nach Deutſchland reiſen, ſollten an mich gewieſen werden, damit ich ihnen die Paſſageſcheine löſen, Geld einwechſeln kann u. ſ. w. — Betrug in dieſer Beziehung iſt groß und häufig. 3.) Da Allen in gleicher, uneigennütziger Weiſe gedient wird, ſollte unſer Werk auch von Allen kräftig unterſtützt werden durch Gaben der Liebe. 4.) Etwaige Beſchwerden über mich, Wünſche u. ſ. w., ſollten unſerer Committee zur Kenntniß gebracht werden. Ein Glied der Emigranten⸗Miſſions⸗Committee in New York gab Betreffs dieſer Eingabe noch einige Erläuterungen, und er und andere befürworteten dringend eine kräftige Förderung der ſo überaus wichtigen Angelegenheit im Sinne aller Einzelnheiten der Eingabe. Der treuen und gar mühſamen Arbeit des Miſſionar's wurde gebührende Erwähnung gethan und in Betreff des letzten Punktes hervorgehoben, daß bei derſelben ja freilich leicht hie und da Verſehen ſeinerſeits vorkommen könnten, wegen welcher man ihn dann aber doch ja mit Vorwürfen verſchonen und eben deshalb lieber die etwaigen Beſchwerden an die Committee bringen ſolle. Durch Gottes Gnade, hieß es ferner, hat es ja bisher an den nöthigſten Geldmitteln zur Aufrechterhaltung des Werkes nicht gefehlt. Da nun aber durch die baldige Anſtellung eines Gehülfen in demſelben für Bremen und Hamburg die Koſten wachſen, ſo ſind freilich auch größere Anſtrengungen unſererſeits in dieſer Beziehung nöthig; denn obwohl auch von unſeren Glaubensbrüdern in Deutſchland uns desfallſige Hülfe in Ausſicht geſtellt iſt, ſo dürfen wir uns doch nicht darauf ſo ver⸗ laſſen, daß wir nicht ſelbſt ſollten die Sache mit unſeren Liebesgaben kräftig unterſtützen. Demgemäß ſollten wir unſeren Gemeinden vorſtellen, was für die hülfsbedürftigen Einwanderer unſeres Bekenntniſſes bereits geſchehen und ſie ſo reizen, an dem Gott wohlgefälligen Werke fröhlich