# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1873_S26 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 26 — Da ſollen wir wiſſen, daß, weil die Art der Abgrenzung doch eben nur menſchliche Ordnung iſt, Unordnungen in Betreff derſelben, wo ſie nun einmal durchaus ſich nicht alſobald abſtellen laſſen, getragen werden kön⸗ nen, ohne daß man das Gewiſſen durch ſolches Tragen verletzt. Taubſtummen⸗Anſtalt. Mit großer Freude nahm die Synodal⸗Conferenz die Mittheilung auf, daß ſich in und um Detroit ein Verein gebildet habe für die Errichtung einer lutheriſchen Taubſtummen⸗Anſtalt, verbunden mit einem in der Nähe jener Stadt zu gründenden Waiſenhauſe, und daß bereits ein geeigneter Lehrer für die Anſtalt berufen ſei. Die Conferenz empfiehlt dieſe wichtige Anſtalt ihren ſämmtlichen Gemeinden zur Fürbitte und Unterſtützung durch milde Beiträge. Letztere können eingeſandt werden an Hrn. Paſtor A. Hügli, Detroit, Mich. Lutheriſches Kinderblatt. Die Concordia⸗Conferenz, beſtehend aus den Paſtoren der Ohio⸗ und Miſſouri⸗Synode in und bei Pittsburg, Pa., hat eine Kinderzeitung unter obigem Titel gegründet. Es hat dieſes Blatt bereits vielfach eine ſo freundliche Aufnahme gefunden, daß es wohl bald zu ermäßigtem Preiſe und ſodann auch öfter als bisher wird erſcheinen können. Aller ſich erge⸗ bende pecuniäre Ueberſchuß des Unternehmens ſoll wieder auf das Blatt ſelbſt verwandt werden. Gerne gewährte die Conferenz die Bitte, das Blättchen in ihren Kreiſen beſtens empfehlen zu wollen. Die „Satanspreſſe“ betreffend. Folgende Frage wurde der Conferenz zur Berathung vorgelegt: „In Anbetracht, daß die weltliche und politiſche Preſſe des hieſigen „Landes wie ein zerſetzendes Gift im ganzen Volksleben wirkt, frägt „die Synode von Minneſota ehrerbietig an, ob die Synodal⸗Confe⸗ „renz nicht kräftige Schritte thun könne, an ihrem Theil dieſem Uebel „entgegen zu arbeiten.“ Die Conferenz ging denn auch auf dieſe Frage ein. Es wird ja in un⸗ ſerer Zeit und ſonderlich in Amerika ſehr viel geleſen und namentlich bil⸗ den hier die politiſchen Blätter die allgemeine Lectüre, ſo daß es faſt für eine Schande gilt, wenn Jemand kein ſolches Blatt im Hauſe hat. Leider aber ſind dieſe Blätter meiſtentheils der Art, daß das Leſen derſelben un⸗ berechenbaren Schaden unter unſerem Volke, beſonders unter der Jugend, anrichtet. Nicht allein kämpfen viele der politiſchen Zeitungen offen und direkt mit den Waffen des Hohns und Spottes gegen die Kirche und tödten