# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1873_S19 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 19 — ökumeniſchen Symbole in ſich faßt. Denn etwas anderes iſt, ein ökumeniſches Symbol ſein; etwas anderes, die Lehre des ökumeniſchen Symbols haben und in ſich faſſen.“ (Isagoge in libr. symb. p. 110.) Calov: „Obgleich die ungeänderte Augsburgiſche Confeſſion in Betreff der Autori⸗ tät derſelben in der Kirche den ökumeniſchen Symbolen nicht gleichzuſtellen iſt, auch nicht eine allgemeine (universalis) heißen kann in Betreff ihrer Urheber, ſo iſt ſie doch ein wahrhaft allgemeines (catholicum) Symbol, ſowohl in Betreff der Glaubenslehren als der rechtgläubigen Kirchen, als welche alle die A. C. als ein Symbol halten oder wenigſtens die darin enthaltenen Artikel annehmen.“ (Synopsis controvers. etc. p. 4.) Zur vierten Theſe: Dieſe Theſe iſt gerichtet gegen ſolche Gemein⸗ den oder Körperſchaften, die, wie z. B. die ſog. lutheriſche General⸗Sy⸗ node, den lutheriſchen Namen nicht fahren laſſen wollen, obwohl es ihnen über und über bewieſen wird, daß ſie nicht lutheriſch ſind, wie denn be⸗ ſagte General⸗Synode, wenn ſie ehrlich wäre, ſich einen anderen Namen geben müßte, indem ſie die Augsburg. Confeſſion nicht in allen ihren Sätzen gelten laſſen will, ja die Lehre einzelner Artikel derſelben für papi⸗ ſtiſchen Sauerteig erklärt, wie ſie denn auch in einem Schreiben nach Deutſchland ſelbſt ſogar von ſich erklärt hat, ſie ſtehe ganz auf dem Stand⸗ punkt der unirten Kirche. Zeugniſſe: Concordienformel: „Zu derſelbigen chriſtlichen und in Gottes Wort wohlge⸗ gründeten Augsb. Conf. bekennen wir uns nochmals hiermit von Grund unſeres Her⸗ zens, bleiben bei derſelbigen einfältigem, hellem und lauterem Verſtand, wie ſolchen die Worte mit ſich bringen und halten gedachte Confeſſion für ein rein chriſtlich Sym⸗ bolum, bei dem ſich dieſer Zeit rechte Chriſten nächſt Gottes Wort ſollen finden laſſen; wie dann auch vorzeiten in der Kirchen Gottes über etliche vorgefallene große Streite chriſtliche Symbole und Bekenntniſſe geſtellet worden, zu denen ſich die reinen Lehrer und Zuhörer mit Herzen und Munde damals bekannt haben. Wir gedenken auch vermittelſt der Gnaden des Allmächtigen bei mehr⸗ gemeldter chriſtlicher Confeſſion, wie ſie Kaiſer Carolo V. Anno 30 u. ſ. w. übergeben, bis an unſer Ende beſtändig zu verharren, und iſt unſer Vorhaben nicht, weder in dieſem noch anderen Schriften von vielgedachter Confeſſion im wenigſten“ (“vel transversum, ut ajunt, unguem” — auch nicht, wie man ſpricht, einen Querfinger breit) „abzuwei⸗ chen, noch eine andere und (aut — oder) neue Confeſſion zu ſtellen.“ (Wiederh. fol. 255.) J. Gerhard: „Wir können unſeren Kirchen eine dreifache Einigkeit zu⸗ ſprechen. Die erſte iſt die kanoniſche, vermöge welcher die von uns bekannte Lehre mit den kanoniſchen Schriften des A. und N. T. in allem überein kommt; denn noch haben wir von keinem Päpſtler irgend eines Irrthums in Glaubensartikeln aus hl. Schrift überführt werden können, ja, die vornehmſten päpſtlichen Schreiber ſind genöthigt, anzuerkennen, daß aus der hl. Schrift unſere Confeſſion keineswegs widerlegt werden könne. Die andere iſt die kirchliche, vermöge welcher nämlich unſere Lehre mit den kirchlichen Schriftſtellern, die man die Kirchenväter nennt, namentlich mit jenen, welche der Zeit der Apoſtel am nächſten waren, überein kommt; denn wir ſind bereit, in allen einzelnen ſtreitigen Artikeln ſchlagende und deutliche Zeugniſſe für unſere