# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1873_S16 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 16 — nißſchriften, daß das eigentliche Bekenntniß der lutheriſchen Kirche die ungeänderte Augsburgiſche Confeſſion ſei. Hierfür folgende Belege: Zeugniſſe zur Theſe ſelbſt: Concordienformel: „Dieweil in dieſen letzten Zeiten der gütige Gott aus ſon- dern Gnaden die Wahrheit ſeines Wortes (puritatem verbi sui) aus der greu- lichen Finſterniß des Papſtthums durch den getreuen Dienſt des theuren Mannes Gottes, Dr. Luther's, wieder an's Licht gebracht hat und dieſelbige Lehre aus und nach Gottes Wort wider des Papſtthums und auch anderer Secten Verfälſchung in die Artikel und Hauptſtück der Augsburgiſchen Confeſſion zuſammen gezogen iſt, ſo bekennen wir uns auch zu derſelben erſten ungeänderten Augs- burgiſchen Confeſſion (nicht derwegen, daß ſie von unſern Theologis geſtellet, ſondern weil ſie aus Gottes Wort genommen und darinnen feſt und wohl gegründet iſt), allermaßen wie ſie Anno 30 u. ſ. w. in Schriften verfaſſet und dem Kaiſer Carolo V. von etlichen chriſtlichen Chur-, Fürſten und Ständen des römiſchen Reichs als ein allgemeines Bekenntniß der reformirten Kirchen zu Augsburg über- geben, als dieſer Zeit unſerem Symbolo, durch welches unſere reformirten Kirchen von den Papiſten und anderen verworfenen und verdammten Secten und Ketzereien abgeſondert worden; inmaßen denn ſolches in der alten Kirche alſo Herkom- mens und gebräuchlich geweſen, daß die folgenden Synodi, chriſtliche Biſchöfe und Lehrer ſich auf das nicäniſche Symbolum gezogen und dazu bekannt haben.“ (Wieder- holung. Von dem ſummar. Begriff u. ſ. w. fol. 256. b.) Jacob Andreä: „Inmaßen Eur. Churfl. Gnaden aus beigelegter Schrift zu erſehen, welche nicht dahin oder der Meinung geſtellet, als ob es eine neue Confeſſion ſein ſollte, dadurch wir von der Augsburgiſchen Confeſſion, als von dem rechten einigen Symbolo der Einigkeit in der Lehre, in unſern Kirchen auf neue formulas concordiae abgefertiget, ſondern ſo lange gebrauchen, . . . bis durch Gottes Gnade die Kirchen der Augsburgiſchen Confeſſion wiederum in gute beſtändige Einigkeit gebracht worden.“ (Vortrag an Chur-Sachſen wegen der Form. Conc. 1570. Unſchuld. Nachrr. 1718, S. 192.) Calov: „Die ungeänderte Augsburgiſche Confeſſion, wie ſie Anno 1530 auf dem Reichstage Kaiſer Carl V. übergeben worden iſt, iſt das eigentliche Symbol unſerer Kirchen, durch das ſich dieſelben nicht weniger von den Papi- ſten und Zwinglianern, als von anderen Ketzern abſondern.“ (Synopsis controvers. secundum seriem articulor. A. C. Wittenbergae 1685. p. 3.) Zeugniſſe zur „Anmerkung“. Concordienbuch: „So wollen wir hiermit abermals öffentlich vor Gott und allermänniglich bezeuget haben, daß wir mit vielgedachter jetziger Erklärung der ſtreiti- gen Artikel keine neue oder andere Confeſſion, denn die, ſo einmal Kaiſer Carolo dem Fünften, chriſtlicher Gedächtniß, zu Augsburg 1530 übergeben worden iſt, gemacht, ſondern unſere Kirchen und Schulen zuvörderſt auf die heil. Schrift und Sym- bola, denn auch auf erſtgemeldte Augsburgiſche Confeſſion gewieſen . . . . haben wollen.“ (Vorrede zum Concordienbuch.) Concordienformel: „Wiewohl die chriſtliche Lehre in derſelbigen Confeſſion mehrertheils (außerhalb was von den Papiſten geſchehen) unangefochten geblieben, ſo kann gleichwohl nicht geleugnet werden, daß etliche Theologi von etlichen hohen und fürnehmen Artikeln gemeldter Confeſſion abgewi-