# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1873_S6 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 6 — gerecht und ſeligmachende Glaube an den Herrn Jeſum Chriſtum, der mit und in dieſem auch deſſen allerheiligſtes und vollkommenes Verdienſt ergreift und feſthält. Theſis 2. Das einzige äußerliche Gemeinſchaftsband zwiſchen den einzelnen luthe⸗ riſchen Gemeinden in mancherlei Völkern und Sprachen iſt die ungeänderte Augsburgiſche Confeſſion. Anmerkung: Nicht ſchlechthin erforderlich für lutheriſche Kirchen⸗ gemeinſchaft iſt die Annahme der andern lutheriſchen Bekenntnißſchriften, ſofern nicht geleugnet wird, daß dieſe im rechtgläubigen Zuſammenhange mit der ungeänderten Augsburgiſchen Confeſſion ſtehen. Theſis 3. Weil die ungeänderte Augsburgiſche Confeſſion (die in ihrer Entſte⸗ hung eben ſo hiſtoriſch⸗particular, als in ihrem Lehrgehalt ökumeniſch iſt) in allen ihren Artikeln des Glaubens die reine und ungefälſchte Erklärung und Darlegung des göttlichen Wortes, nach Lehre und Wehre, iſt, ſo ſind die Gewiſſen aller Lutheraner, es ſeien Einzelne oder Gemeinden oder kirchliche Körperſchaften, an ſie gebunden. Theſis 4. Demgemäß iſt es keine rechtgläubige lutheriſche Gemeinde oder luthe⸗ riſche kirchliche Körperſchaft, die nicht die lehrenden und wehrenden Worte dieſes Bekenntniſſes annimmt, wie ſie lauten. Theſis 5. Auch wer die aus den Worten dieſer Confeſſion folgerichtig ſich ergeben⸗ den Schlüſſe leugnet, iſt kein wahres Glied der lutheriſchen Kirche, wenn er gleich widerrechtlich den lutheriſchen Namen feſthält. Theſis 6. Aus der Art und Natur dieſes rechtgläubigen Bekenntniſſes erfolgt mit Nothwendigkeit, daß die kirchliche Praxis demſelben gemäß ſei. Denn jede kirchliche Handlung iſt entweder ein unmittelbarer Ausdruck und that⸗ ſächliche Verwirklichung des Bekenntniſſes oder doch eine ſolche, die, wenn ſie auch innerhalb des Gebiets der chriſtlichen Freiheit ſich bewegt, doch dem Bekenntniß nicht thätlich widerſprechen darf. Theſis 7. Aus dieſem nothwendigen Zuſammenhang zwiſchen Bekenntniß und Praxis ergibt ſich folgerichtig, daß eine lutheriſche Synode, in welcher die herrſchende Praxis dem kirchlichen Bekenntniß gemäß iſt, mit keiner andern