# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1872_S47 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 47 — berg (geſt. 1767 als königl. ſchwediſcher Hofprediger zu Stockholm) mag hier einen Platz finden. Er ſchreibt: „Hätte Gott unſern Mittler nicht auferweckt, ſo hätte er damit zu erkennen gegeben, daß er noch nicht mit uns zufrieden ſei; jetzt aber, da JEſus auferſtanden iſt, ſo hat Gott dadurch erklärt, daß er zufrieden geſtellt worden iſt, weshalb JEſus auch in ſeiner Auferſtehung als Mittler an der Sünder Statt gerechtfertigt worden iſt. Und inſofern das ganze Menſchengeſchlecht, wenn es im allgemeinen und als eine Perſon betrachtet wird, zu derſelben Zeit mit ihm gerecht⸗ fertiget worden iſt, wurde es auch als eine Frucht dieſer Rechtfertigung in den Friedensbund Gottes aufgenommen, und ſo wurde der Friede, welcher in Adam verloren worden war, zwiſchen Gott und den Menſchen wieder aufgerichtet.“ (Ordnung der Seligmachung des gefallenen Menſchen S. 103.) Der⸗ ſelbe: „Es bleibt uns in dieſer Betrachtung noch übrig, hievon eine An⸗ wendung auf uns ſelbſt zu machen, wobei ſogleich die Frage entſteht, ob alle Menſchen mit Chriſto gerechtfertiget worden ſind, da er an ihrer Statt ge⸗ rechtfertiget wurde. Dies ſchlechthin vornweg zu leugnen, würde dasſelbe ſein, als uns Menſchen einen großen Troſt rauben, und es würde zugleich gegen Gottes Wort ſtreiten, welches ausdrücklich ſo lehrt. Wenn man aber auf der andern Seite dieſe Frage ſo bejahen würde, daß daraus der Schluß gezogen werden ſollte, daß nun der Menſch keiner Rechtfertigung mehr be⸗ dürfe, nachdem er einmal in und mit Chriſto gerechtfertigt worden iſt, ſo ſtreitet dies ebenfalls wider Gottes Wort und legt den Grund zu einer fleiſch⸗ lichen Sicherheit. Hier wird alſo Vorſicht erfordert, daß man den rechten Mittelweg halte, ſo daß die Wahrheit auf keiner Seite Abbruch leidet. Der Apoſtel Paulus gibt uns in dieſer Sache Licht, wenn er zwiſchen Adam und Chriſtus, den zwei Häuptern des Menſchengeſchlechts, einen Vergleich anſtellt. Was Adam betrifft, ſo ſtand er bei der Prüfung nicht nur für ſich ſelbſt; ſondern in ſeiner einen Perſon ſtellte er das ganze Menſchengeſchlecht vor, deſſen Sache auf ihm lag, entweder dieſelbe zu bewahren oder zu verderben, ſo daß, was er that und was als Folge davon über ihn erging, ſpäter dem ganzen Geſchlechte zugerechnet werden und über dasſelbe ergehen ſollte, Röm. 5, 18. 19. Was nun dieſer erſte Adam verderbt hatte, das übernahm unſer Heiland, Chriſtus, der der zweite Adam und der andere Menſch (1 Cor. 15, 45 — 47.) genannt wird, es wieder aufzurichten, und der Apoſtel zeigt, daß es ſich mit ihm auf dieſelbe Weiſe verhält, nur umgekehrt. JEſus ſtellte ſo auch in ſeiner einen Perſon unſer ganzes Geſchlecht dar, welches unter ihm als ein Leib, eine Perſon, ein Haufen, deſſen Haupt er war, angeſehen wurde. Und da nun die ganze Sündenſchuld der Welt auf JEſum gelegt wurde, ſo konnte die Schuld nicht mehr auf der Welt liegen bleiben, denn es konnte dieſelbe nicht zugleich an zwei Orten ſein. Die Welt wurde ſo durch Chriſti Leiden und Tod für frei und aller Schuld entbunden angeſehen. Als JE⸗ ſus, auf dem die ganze Sündenmenge lag, ſich ſo hindurch gekämpft hatte, daß Gott nach ſeiner ſtrengſten Gerechtigkeit es gerecht fand, die Schuld von