# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1872_S45 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 45 — ſtehung zuförderſt ſelbſt für ſeine Perſon gerechtfertiget, Jeſ. 50, 5. 1 Tim. 3, 16., da die Gerechtigkeit Gottes declarirte, daß ſie von dieſem unſeren Bürgen vollkommen bezahlet und befriediget ſei, und ihm gleichſam eine Quittung darüber ausſtellete, und das geſchah in ſeiner Auferſtehung, da er aus ſeinem Schuldthurme gelaſſen und auf freien Fuß geſtellet wurde. Da nun aber der Bürge gerechtfertigt worden, ſo ſind in ihm auch alle Schuldner mit gerechtfertigt worden.“ (Ausführliche Erklärung der Epiſtel an die Römer. S. 322.) Derſelbe zu Röm. 5, 19.: „Die Recht⸗ fertigung des menſchlichen Geſchlechts iſt zwar auch in Abſicht auf die Erwerbung in einem Moment geſchehen, in dem Moment, da Chriſtus auferſtanden und alſo für gerecht declarirt worden; aber in Abſicht auf die Zueignung geht ſie noch fort bis an den jüngſten Tag.“ (A. a. O. S. 386.) Adam Struenſee ſchreibt: „Was Paulus 2 Cor. 5, 15. von dem Tode Chriſti ſaget: ‚Wir halten dafür, daß da einer für alle ge⸗ ſtorben, ſo ſind wir alle geſtorben‘, ſolches kann auch auf die Auferſtehung Chriſti gezogen werden: Iſt einer für alle auferſtanden, ſo ſind ſie alle auferſtanden und gerechtfertigt worden; weil Gott in Chriſto geweſen iſt und die Welt mit ihm ſelber verſöhnet hat und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu, denn er hat ſie Chriſto zugerechnet.“ (Zeug⸗ niſſe der Wahrheit zur Gottſeligkeit. VIII. Fortſ. Halle 1741. S. 30. f.) Ph. D. Burk: „Zwar iſt nicht zu leugnen, daß die Schrift an manchen Orten von der Rechtfertigung als einer allgemeinen Gnadenwohlthat Gottes über alle Menſchen redet; z. Ex. Röm. 5, 18: ‚durch Eines Gerech⸗ tigkeit iſt die Rechtfertigung des Lebens über alle Menſchen gekommen.‘ Item 2 Cor. 5, 19.: ‚Gott verſöhnte die Welt mit ihm ſelber und rechnete ihnen ihre Sünde nicht zu.‘ Und ein Zeuge der Wahrheit hat in allewege das Evangelium alſo zu treiben, daß er den allgemeinen Gnadenantrag Got⸗ tes an alle Menſchen ſein Hauptwerk ſein laſſe. Und eine jede Seele, die zum Glauben kommen ſoll, muß den Grund in der Erkennt⸗ niß dieſer allgemeinen Rechtfertigung über alle Menſchen legen.“ (Die Rechtfertigung. Stuttgart, 1763. S. 62. f.) Die Iowaer wiſſen recht gut, daß die Leute, welche ſie gegen die Norwegiſche Synode in Schutz zu nehmen ſucht, falſch ſtehen in der Lehre von der Rechtfertigung, von der Abſolution, von den Gnadenmitteln; da ſie nun trotzdem diejenigen, welche in der Auguſtana⸗Synode alſo lehren, vertheidigen, ſo zeigen ſie da⸗ mit genugſam an, wes Geiſtes Kinder ſie ſeien, und wie viel ihnen an der reinen Lehre gelegen ſei. Daß es ihnen überhaupt in dieſer Sache mehr um das Streiten, als um die Sache ſelbſt, zu thun ſei, ſieht man auch daraus, daß ſie kein Wort gegen eine Schrift von Dr. Weber geſagt haben, der mit klaren Worten dasſelbe gelehrt hat. Dr. Weber aber iſt eben einer der Ihri⸗ gen und Pfarrer Löhe's Nachfolger. Nun die Norweger dasſelbe ſagen, fallen die Iowaer hitzig über ſie her als über ſchreckliche Irrlehrer. Und was iſts ſchließlich, das ſie anzufechten im Stande ſind? Daß Chriſtus die