# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juni 1858_S184 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 184 Der Irvingismus. Verweigerung des kirchlichen Gehorsams (3. 154.); dann aber konnte sie die Berechtigung ihrer Mission überhaupt der Christenheit nicht aufweisen; es fehlte ihr der göttliche Auftrag, weßhalb auch kein Reformator seine Berechtigung auf einen göttlichen Beruf und Sendung zurückzuführen wagte (3, 152 f.); diesen Mangel an göttlicher Ermächtigung habe sie durch allerlei unhaltbare Theorien zuzudecken versucht, und übrigens die Gestaltung der kirchlichen Dinge dem Zufall, dem Drange der Ereignisse anheimgegeben. (3, 156, 159.) Nun aber, seit den Reformationstagen, sei mit dem Schisma der weitere Verfall Hand in Hand gegangen, tiefer und tiefer eingedrungen, bis wir zuletzt in der gegenwärtigen Gestaltung der kirchlichen Dinge so weit gekommen, daß die eigentlich wirksamen Factoren heut zu Tage die Majorität und die Macht von unten seien (3, 160.), statt daß die Spendung der geistlichen Güter stets von oben, vom Kirchenregimente, ausgehen müsse, und zwar so, daß jedem Auftrage, jeder Bestellung eine Gnadengabe entspreche. (1, 14 f.) So stehe unserer Zeit als die neue Ordnung der Dinge, welcher sie mit Macht entgegengehe, nichts Geringeres bevor, als die organische Gestalt des Abfalls (3, 164). — Nun aber habe Gott, gerade wo die schreckliche Verwüstung zu ihrem Gipfel gekommen, sich seiner Christenheit erbarmet; alles, was die Kirche in 18 Jahrhunderten schmerzlich vermißt, beseufzt habe, das sei nun erschienen — ganz gewiß eine neue Theophanie; denn nun habe Gott, nach seinem alten Verheißungsworte, die Zeit herbeigeführt, wo uns „wieder Richter gegeben werden, wie zuvor waren, und Rathsherren, wie im Anfange“. (Jes. 1, 26.) Nun habe der Herr Knechte gefunden, welche Lust zu den Steinen Zions und Mitleid mit ihrem Staube haben. Mit allen Getauften habe er sie geistlich verbunden, nicht durch irgend eine todte, wenn noch so consequente Theorie, sondern durch die Gemeinschaft des Lebens. Er habe sie gelehrt alle alten kirchlichen Ordnungen ehren, so daß jede Abtheilung der Kirche bei ihnen ihre Vorzüge verkörpert sehen werde. Sie werfen sich nicht als Neuerer auf; sie streiten nicht als Rivalen; sie sondern sich nicht als Schismatiker. Sie haben keine neue Taufe, Bibel oder Evangelium; sie haben keine andere Wurzel; ihre Stellung sei die der wahrsten, innersten Katholicität; ja sie seien die einzig wahren Katholischen. (4, 79 ff.) — Was nun aber den Instaurationsact selbst betrifft, so sei die Meinung keineswegs die Gründung einer neuen Kirche, sondern nur der Wiederaufbau des zerfallenen Tempels; die jetzige Christenheit sei der Mutterleib, woraus die neue zukünftige Haushaltung Gottes hervorgehen müsse. (3, 49. 55.) Deßhalb solle mit allem Glimpf verfahren, das vielfach bestehende Gute und Wahre dürfe auf keine Weise verkannt werden. (1, 94.) Der Ausgang sei zu nehmen von einem allgemeinen großen Bußact der Christenheit, der nicht nur alle Getauften ohne die trennende Sonderung der Confessionen umfasse, sondern wobei wir die Sünden der Gesammtheit der Getauften von Anfang an als unsere Sünde fühlen. (3, 39.) Daran schließe sich die Wiedererweckung