# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juni 1858_S178 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 178 Lutherisch⸗theologische Pfarrers⸗Bibliothek. nicht mit dem Verzehren von Mahlzeiten, sondern mit weiser Betrachtung erfüllt wird.“ Gregor von Nyssa († um 400) de pauper. amand.: „Wenn wir die Hülle dieses eilig dahinschwindenden Fleisches abgelegt und die Unsterblichkeit angezogen haben, werden wir in das selige Leben eingehen, das kein Ende haben, das keinem Uebel unterworfen, das in den höchsten, wunderbarsten und hier uns unbegreiflichen Freuden und Wonnen bestehen wird.“ Johannes von Damaskus († 760) de orth. fid. II, 1.: „Nach der Auferstehung wird die Zeit nicht mehr nach Tagen und Nächten berechnet werden; es wird vielmehr ein einziger Tag ohne Abend sein, da den Gerechten die Sonne der Gerechtigkeit hell leuchten, den Sündern aber Nacht zu Theil werden wird.“ Theophylact († 1107) in Joh. 18.: „Nicht von der Welt ist Christi Reich, sondern überirdisch und vor der Zeit, und nicht von hier, das ist aus irdischen Dingen bestehend, sondern hier herrscht und regiert es zwar, es ist aber nicht von hier und besteht nicht aus niederen Dingen. Lutherisch⸗theologische Pfarrers⸗Bibliothek. Zu den unentbehrlichen homiletischen Hülfsmitteln gehören, wie wir bereits bemerkt haben, nicht nur die Real⸗, sondern auch die Verbal⸗Concordanzen. Die beste letzterer Gattung ist folgende: "CONCORDANTIAE BIBLIORUM GERMANICO-HEBRAICO-GRAECAE. Deutsche, Hebräische und Griechische Concordanz⸗Bibel. Abgefasset von M. Friedrich Lankisch. Leipzig und Frankfurt, 1677." Fol. (2. Auflage 1688.) Der genannte Verfasser dieses Werkes war der Besitzer einer bedeutenden Buchdruckerei und Buchhandlung in Leipzig, geboren 1618 und gestorben 1669 daselbst. Nachdem sich derselbe sowohl in den philosophischen Wissenschaften, als in allen Zweigen der Theologie einen ausgezeichneten Schatz von Kenntnissen auf mehreren Gelehrtenschulen und Universitäten Deutschlands gesammelt hatte, sah er sich durch seine gebrechliche Leibesconstitution genöthigt, seine Absicht, der Kirche unmittelbar zu dienen, aufzugeben und das Geschäft seines Vaters zu übernehmen. Auf den Eintritt in den sogenannten „geistlichen Stand“ verzichtend, diente er aber nun nichts weniger als sich selbst und der Welt, sondern ließ er nun nicht nur sein ganzes Absehen darauf gerichtet sein, mit seinem großen weitverzweigten Buchdruckerei⸗ und Buchhandlungs⸗Geschäft lediglich der Förderung des Reiches Gottes zu dienen, sondern gebrauchte er nun auch das durch seine gemachten Studien unter Gottes Segen erlangte herrliche Pfund hierzu. Die wichtigste seiner derartigen literarischen Arbeiten ist die angegebene Concordanz, mit deren Erscheinen es folgende Bewandniß hat. Als Herzog Ernst der Fromme mit Gottes Hülfe den Plan einer herauszugebenden Bibel mit einer