# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juni 1858_S177 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Zeugnisse der Kirchenväter gegen den Chiliasmus. 177 beln, welche sie Traditionen nennen, ein goldenes Jerusalem vom Himmel herab, und wollen nicht wiederum die Verletzung durch die Beschneidung leiden, noch die Opfer von Stieren und Widdern darbringen, noch in der Sabbathsruhe träumen, was viele der Unsrigen und namentlich das Buch Tertullian's, welches betitelt ist: von der Hoffnung der Gläubigen, der siebente Band der Institutionen des Lactantius, die wiederholten Darstellungen des Victorinus von Pictavium, neuerdings unser Severus in dem Gespräche, das er Gallus genannt hat, und um Griechen zu nennen und den ersten und den letzten beizufügen, Irenäus und Apollinarius versprechen. Epiphanius (Bischof von Salamis auf Cypern, † 403) haeres. 28. und Philastrius (Bischof von Brixia † 390) haeres. 59. rechnen die Chiliasten zu den Ketzern. Dasselbe thut Augustinus haeres. 8. Der römische Bischof Damasus verdammte auf der Synode zu Rom im Jahre 373 den Irrthum der Chiliasten. Augustinus († 430) de eccl. dogm. sagt und ihm nach Gennadius von Marseille († 495) und Rabanus Maurus (Erzbischof von Mainz † 4. Februar 856): „Laßt uns in den göttlichen Gnadenverheißungen nichts Irdisches, nichts Vorübergehendes erwarten, wie die Meletianer hoffen, nicht eheliche Gemeinschaft, wie Cerinth und Marcian rasen; nicht was zu Speise und Trank gehört, wobei nach dem Vorgange des Papias, sich Irenäus, Tertullianus und Lactantius beruhigen; noch laßt uns hoffen, daß nach der Auferstehung tausend Jahre lang ein Reich Christi auf Erden sein und die Heiligen mit ihm in Lustbarkeiten herrschen werden, wie Nepos lehrte, der eine erste Auferstehung der Gerechten und eine zweite der Gottlosen erdichtet hat, und daß zwischen diesen beiden Auferstehungen die Völker, welche Gott nicht kennen, in Winkeln der Länder im Fleisch behalten werden würden, die nach tausendjähriger Herrschaft der Gerechten auf Erden durch Anreizung des Teufels zum Kampfe gegen die herrschenden Gerechten angetrieben und vom Herrn, der für die Gerechten kämpft, mit Feuerregen bezwungen und nachdem sie so gestorben wären, mit den übrigen in Gottlosigkeit Gestorbenen zu ewigen Strafen mit unvergänglichem Fleische wieder auferweckt werden würden.“ Es können hierher auch die Aussprüche der Kirchenväter gezogen werden, 1) worin sie sagen, daß Christi Reich kein irdisches und weltliches sei; 2) worin sie die Auferstehung, das jüngste Gericht und die Verherrlichung der Gläubigen unmittelbar mit der zweiten Zukunft Christi verbinden; 3) worin sie den Zustand der Gläubigen nach der Auferstehung als himmlisch und geistlich beschreiben; 4) in welchen sie sagen, daß den Gläubigen Ruhe und Befreiung vom Leiden in dieser Welt nicht zu Theil werde. Solcher Art sind die folgenden Stellen: Origenes († 254) hom. 5. in Ps. 36.: „Die gehoffte künftige Verheißung, Gnade und Erbschaft wird der Art sein, daß der Mund der Gerechten nicht mit Speisen und Trank, noch mit Lustbarkeiten und Sinnenfreuden, 12