# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1858_S143 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Einiges über Anschluß an die sogenannte lutherische General⸗Synode ꝛc. 143 mehr durch ihre Verleugnung der reinen lutherischen Sakramentslehre und durch Bekenntniß der schwärmerischen Irrlehre dieses kirchenzerstörende Unwesen stärken; denn auch sie thun hierbei redlich das Ihrige, daß die armen, durch Christi Blut theuer erkauften Seelen, von den festen und unwandelbaren, allein um Christi und seines Verdienstes willen gegebenen Zusagen und Verheißungen Gottes, von der Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit, die er in seinem Evangelium den Erwachsenen und in der Taufe den Kindlein anbietet, und durch den von beiden Gnadenmitteln angezündeten Glauben, Groß und Klein mittheilt, zueignet und versiegelt, und durch das Evangelium und heil. Abendmahl, kraft des Glaubens auch seliglich erhält—ich sage, diese falschen Lutheraner thun hierbei redlich das Ihrige, um die Schafe Christi von jenen Gnadenschätzen in diesen Gnadenmitteln, die allein durch den vom Evangelio angezündeten Glauben zu erlangen und zu bewahren sind, hinwegzutreiben und in eine gesetzliche, eitle, selbstgefällige, unruhige, vielgeschäftige, unionistische Werkerei und in eine Art pietistischer Heiligung hineinzutreiben, die keineswegs der Ausfluß evangelischer Gottseligkeit aus dem Quell des rechtfertigenden Glaubens ist, der aus dem Evangelio im Herzen quillt und sowohl vom Predigtstuhl Ströme des lebendigen Wassers ergießt, als auch sonstig in Kirche und Staat, Haus und Schule allerlei Kannen und Kännlein füllt. Daher kommt es denn folgerichtig, daß durch die Fälschung der Lehre von den Gnadenmitteln und die Trübung der evangelischen Lehre von dem rechtfertigenden Glauben die sog. luth. General⸗Synode weder im Großen und Ganzen gesunde, nüchterne, bibelfeste, bekenntnißtreue, rechtgläubige und rechtgläubige und wahrhaft in der Liebe thätige Christen zu erzeugen und zu erziehen, noch irgend ein von der Angst des Gewissens, wie dem Fluche des Gesetzes und der Anklage des Teufels erschrecktes und angefochtenes Gewissen evangelisch und nachhaltig zu trösten vermag. Daher kommt es ferner, nicht minder folgerichtig, daß diese Synode die lutherische Kirche der Zukunft, sonderlich in englischer Sprache, nothwendig untergraben hilft, indem sie die Lehrgleichgültigkeit und demgemäß den schrift⸗ und bekenntnißwidrigen Unionismus unserer Tage stärkt, und voraussichtlich, wenn, was Gott in Gnaden verleihe, der liebe jüngste Tag nicht früher kommt, später in ihren Kindern oder Kindeskindern, dem römischen Antichrist ein fettes Mahl zurichtet.— 2) Ist aber der Anschluß an die pseudolutherische sog. General⸗Synode wider das kirchliche Bekenntniß und die dadurch bestimmte und geleitete kirchliche Praxis. Es liegt nämlich in der Art und Natur des auf Gottes Wort, wie es lautet, gegründeten, rechtgläubigen, d. i. lutherischen Bekenntnisses, daß es eben so, wie das Auge kein Stäublein und die Haut keinen Schiefer, so nichts fremdartiges, das ist schriftwidriges in sich leiden kann, sondern es vielmehr ausstoßen muß; und daher rührte der große und stetige Bekenntnißkampf in