# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1858_S142 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 142 Einiges über Anschluß an die sogenannte lutherische General⸗Synode ꝛc. aus Obigem bereits klar genug, daß jene Synode zu den „falschen Propheten“ gehört, da sie klare Lehren göttlichen Wortes, welche die lutherische Kirche im Zusammenhange mit der rechtgläubigen Kirche aller Jahrhunderte bekannt und lehrt, als papistisch verdächtigt und schwärmerische Irrlehren an ihre Stelle setzt; zum Andern fehlt ihr der Schafspelz darin nicht, daß sie gleichwohl, trotz solcher Fälschung, immerdar die Bibel! die Bibel! ausruft, als gingen die bekenntnißtreuen Lutheraner damit um, ihre kirchlichen Symbole an die Stelle der Schrift zu setzen; daß sie ferner theils durch süße Worte und prächtige Reden, theils durch ihre pietistische Vielgeschäftigkeit die Unkundigen bestrickt und verführt, indeß sie nirgends etwas Gründliches und Nachhaltiges thut zu Nutz und Frommen der Kirche, weder der Gegenwart, noch der Zukunft, als z. B. durch Gründung rechtgläubiger Lehranstalten für die Bildung künftiger Prediger und Schullehrer, durch die Herausgabe einer kirchlich⸗gesunden Zeitschrift und Uebersetzungen kirchlich⸗bewährter, lehrreicher und erbaulicher Gesang⸗, Lehr⸗ und Erbauungsbücher unserer Väter in die englische Sprache, durch Aufrichtung der Kirchenzucht und Beichtanmeldung und der dabei geübten evangelischen Privat⸗Seelsorge, durch Gründung und Erhaltung rechtgläubiger Gemeindeschulen, durch Betreibung der inneren Mission im keuschen und nüchternen Sinne der lutherischen Kirche; denn dieser Sinn fehlt ihr hier gänzlich, eben wegen ihrer Untreue gegen das kirchliche Bekenntniß und ihrer unkirchlichen Zerflossenheit und unionistischen Verwaschenheit; und so großes Gepränge diese Synode auch mit ihrem Missionseifer treibt, so ist, wie ihre Lehre, so gleichfalls ihre Praxis auch auf diesem Gebiete des kirchlichen Lebens, seuchtig und verderblich; denn es sind offenbare und beglaubigte Thatsachen vorhanden, daß ihre Sendlinge darin mit allerlei Secten herumhuren, daß sie zum Abendmahl allerlei Volk einladen, auch sich nichts darum kümmern, ob diese und jene der Eingeladenen bereits in einem geordneten Gemeindeverband stehen und ihren ordentlich berufenen Hirten haben oder nicht, oder aber sich in einem rechtmäßigen Banne befinden, also daß sie sich kein Gewissen machen, in ein fremdes Amt zu greifen, und unter dem lutherischen Namen, aber wider das lutherische Bekenntniß und Praxis und wider das christliche und kirchliche Gewissen auf gut schwärmerisch zu handthieren und die Seelen zu beschädigen und zu verderben. Daraus aber, wie aus dem Obigen, wird zum Dritten wohl zur Genüge klar, daß sie trotz ihres Schafpelzes, so weit sie eben falsche Propheten sind und schwärmerische Praxis üben, auch sich als reißende Wölfe darstellen; denn statt durch die reine lutherische Lehre vom Evangelio und den Sacramenten, diesen alleinigen von Christo eingesetzten und zum Heile der Seelen verordneten Gnadenmitteln des heil. Geistes, und durch die damit zusammenhängende reine Lehre vom rechtfertigenden Glauben ohne Mitwirken und Zuthun der Werke, gegen das hiesige werktreiberische, vielgespaltene durcheinander gewirrte Sektenwesen kräftig und muthig anzukämpfen, helfen sie viel—