# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1858_S141 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Einiges über Anschluß an die sogenannte lutherische General⸗Synode ꝛc. 141 der fleischlichen Vernunft, von dem klaren Worte Gottes und dem lutherischen Bekenntnisse, daran sie anfangs hielten, abgerissen haben. Auch haben ferner die Reformirten wider alle Ueberweisung Luther's und seiner Mitzeugen und Nachfolger in diesen und andern irrigen Lehren sich gesteift und verhärtet; also daß sie, und nur sie allein, Schuld und Ursach an dem Riß und Bruch sind, der seitdem in das Heerlager der Evangelischen gekommen ist, die frühere Einigkeit im Geiste aufgehoben und die Macht des vereinigten Zeugnisses wider das in Lehre und Praxis antichristliche Papstthum merklich geschwächt hat. Da nun die sog. luth. General⸗Synode in mehreren Artikeln des Glaubens und der heilsamen Lehre, dem Wesen nach, gemeinsame Sache mit den Reformirten, also mit denen gemacht hat, die da Zertrennung und Aergerniß neben und wider die Lehre angerichtet haben, die wir Lutheraner aus Gottes Wort, wie es lautet, von unsern Vätern gelernet haben, so handeln solche lutherische Christen wider obigen klaren Ausspruch göttlichen Wortes, und werden dadurch dem Munde des HErrn ungehorsam, daß sie die falschen Brüder, die bereits thatsächlich von der lutherischen Kirche ausgegangen sind, und sie in bestimmten Artikeln ihres Bekenntnisses des Papismus bezüchtigen, nicht nur nicht meiden und von ihnen weichen, wie der heil. Geist durch St. Paulum befiehlt, sondern sogar Kirchen⸗ und Synodal⸗Gemeinschaft mit ihnen anknüpfen und unterhalten. Dadurch sündigen sie aber zugleich wider einen andern klaren Ausspruch göttlichen Wortes Juda 3, da die rechtgläubigen Christen ermahnt werden, „ob dem Glauben zu kämpfen, der einmal den Heiligen vorgegeben ist.“ Denn unmöglich heißt doch das „ob dem Glauben kämpfen“, wenn man mit solchen in ein Bündniß tritt, die den Glauben der Christenheit von Alters in bestimmten Artikeln der heilsamen Lehre zerstören, und allen Fleiß thun, den Schlüssel der lutherischen Glaubensfeste den Feinden in die Hände zu spielen; und so sie dieses auch nicht vermöchten, doch selber als treulose Verräther und bundbrüchige Ueberläufer dadurch sich den Feinden zuzugesellen, daß sie ihr Feldzeichen und Losung annehmen, d. i. daß sie z. B. in der Lehre von den heil. Sacramenten, die rechtgläubige lutherische Kirche verleugnen, ja als papistisch übel schelten, und dagegen die irrgläubige reformirte adoptiren. Ist solches Gemeinschaftmachen nicht klärlich wider diesen Spruch gethan und vielmehr ein Kämpfen wider, als für den Glauben, der einmal (für alle Mal) den Heiligen vor⸗ und übergeben ist? — Denn was die lutherische Kirche auch von den Sacramenten glaubt, bekennt und lehrt, ist wesentlich der Glaube, Lehre und Bekenntniß der heil. christlichen Kirche von Anfang, gegründet auf das geschriebene Wort Gottes, wie es lautet. Ferner sündigen solche Lutheraner, die sich der sogenannten luth. General⸗Synode anschließen, auch wider den klaren Ausspruch Christi Matth. 7, 15.: „Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen; inwendig aber sind sie reißende Wölfe.“ Denn zum Ersten ist es