# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1858_S140 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 140 Einiges über Anschluß an die sogenannte lutherische General-Synode ꝛc. sie der Einfalt und göttlichen Lauterkeit abgewendet und von dem unionistischen Schwindelgeiste und der miserablen Menschelei unserer Tage verstrickt und bethört, daß sie sagen, sie begeben sich deshalb in die General⸗Synode, um ihr zum lutherischen Bekenntniß zurückzuhelfen, womit sie freilich St. Paulum Lügen strafen, der da spricht, daß derer Verdammniß ganz recht sei, die da sprechen: „Lasset uns Uebels thun, auf daß Gutes daraus komme,“ Röm. 3, 8. Und fürwahr dem lutherischen Geiste, der auch auf dem Gebiete der Moral ein Geist der Wahrheit ist, ist nichts fremder und ferner als solcher frommthuender Jesuitismus. Es wurde nun eben gesagt, solches kirchliche Gemeinschaftmachen mit falschen Brüdern, d. i. mit offenbaren Feinden des durchaus auf Gottes Wort, wie es lautet, gegründeten lutherischen Bekenntnisses, die eben widerrechtlich den Namen der lutherischen Kirche festhalten, sei 1) wider die Ehre Gottes und die klaren Aussprüche seines Wortes. Gott hat nämlich in seinem geschriebenen Worte die himmlische Lehre zur Seelen Seligkeit in allen einzelnen Artikeln des christlichen Glaubens klar und deutlich geoffenbart und seiner Kirche auf Erden zu treuer Verkündigung, Behauptung, Vertheidigung, Bewahrung und Fortpflanzung übergeben; diese Lehre, darin er sein Wesen und seinen Willen den Menschenkindern geoffenbart hat und darin seines Namens Ehre wohnet, ist in einem besondern Sinne sein ausschließliches Eigenthum und das kostbarste Kleinod, das er zu treuen Händen seiner Kirche vertraut hat, als seiner Schaffnerin, um es sonderlich durch seine und ihre Diener, nach seinem Willen, zum gemeinen Nutz und Frommen zu handeln. Da ist es nun klar und unwidersprechlich, daß nicht nur der die Ehre Gottes schändet, der wider allen bessern Unterricht und Unterweisung auch nur in einem Stücke dieser Lehre von dem Worte Gottes, wie es lautet, abirrt und durch Betrug des Teufels und der Vernunft diesem Worte einen andern und fremden Sinn unterschiebt und es dadurch fälscht, sondern auch der, welcher mit solchen Fälschern, auch wider allen bessern Unterricht und Unterweisung, kirchliche Gemeinschaft anknüpft und fortsetzt. Daß aber solches Thun und Vornehmen den klaren Aussprüchen göttlichen Wortes zuwiderläuft, ist offenbar. Denn also schreibt St. Paulus Röm. 16, 17.: „Ich ermahne aber euch, liebe Brüder, daß ihr aufsehet (Acht habet) auf die, so da Zertrennung, Aergerniß anrichten, neben der Lehre, die ihr gelernet habet, und weichet von denselben.“ Nun ist aber offenbar und am Tage, daß die sog. luth. General⸗Synode, z. B. in der Lehre von der Taufe und vom Abendmahl, die schriftgemäße und bekenntnißtreue evangelische, d. i. lutherische, Lehre stracks verleugnet und die Lehre der Reformirten, dem Wesen nach, angenommen hat, die auch damit, zur Zeit der gesegneten Reformation, Zertrennung und Aergerniß unter den Evangelischen angerichtet und einen großen Theil derselben durch Einmischung