# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_M rz 1858_S92 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 92 Die letzte Oelung. Stilles Vater unser bis zur sechsten Bitte: Führe uns nicht in Versuchung. Antwort: Sondern erlöse uns vom Uebel. Hilf Du Deinem Knecht (Deiner Magd), o Herr. Antwort: Mein Gott, der sich verläßt auf Dich. Sende ihm Hilfe vom Heiligthume. Antwort: Und stärke ihn aus Zion. Der Feind soll ihn nicht überwältigen. Antwort: Und der Ungerechte soll ihn nicht dämpfen. Sei ihm ein starker Thurm. Antwort: Vor seinen Feinden. Erhöre mein Gebet. Antwort: Und laß mein Schreien zu Dir kommen. Der Herr sei mit euch. Antwort: Und mit Deinem Geist. Laßt uns beten: Herr Gott, himmlischer Vater, der Du nicht Lust hast an der armen Sünder Tod, lässest sie auch nicht gerne verderben, sondern willst, daß sie bekehrt werden und leben: wir bitten Dich herzlich, Du wollest die wohlverdienten Strafen unserer Sünden gnädiglich abwenden und, uns zu bessern, Deine Barmherzigkeit mildiglich verleihen. Durch Jesum Christum, unsern Herrn. Antwort: Amen. Hierauf kann der Kranke seine Sünden bekennen und die Absolution empfahen. Am Schlusse derselben kann auch ein Bußpsalm gebetet werden, und zwar alternierend. Der Schluß wird mit einem kleinen Gloria gemacht. Darauf spricht der Pfarrer: Geliebte in dem Herrn Christo! Der hl. Apostel Jakobus spricht: „Ist jemand krank, der rufe zu sich die Aeltesten von der Gemeinde und lasse sie über sich beten und salben mit Oel im Namen des HErrn, und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der HErr wird ihn aufrichten, und so er hat Sünde gethan, werden sie ihm vergeben sein. Bekenne einer dem andern seine Sünden und betet für einander, daß ihr gesund werdet.“ Weil denn der allmächtige Gott nach seinem verborgenen Rathe diesen unsern Bruder auf das Krankenbett gelegt hat, und er uns hieher berufen hat, für ihn zu beten, auch seine Sünden bekannt und Vergebung empfangen hat: so wollen wir, dem apostolischen Befehl gehorsam, aufheben heilige Hände sonder Zorn und Zweifel und für diesen unsern Bruder von ganzem Herzen beten, ihn auch salben mit Oel, und festiglich glauben, daß diese Krankheit zur Ehre Gottes und zum Heile des Kranken sich wenden werde. Laßt uns beten: Gott, der Du Deinem Diener Hiskia dreimal fünf Jahre zugelegt hast, laß auch diesen Deinen Knecht aufgerichtet werden, wenn es ihm gut ist, zum