# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_M rz 1858_S68 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 68 Wo die Lehre falsch ist, ist das Leben auch nicht recht. (Prof. Schmucker's) Schriften gefunden habe, und die in Past. Brown's Artikel gerügten Ansichten also allein auf seine (Past. Brown's) Rechnung zu setzen seien. Diesen Plan führt Prof. Schmucker nun so aus, daß er erstlich Past. Brown als einen über die Rechtgläubigkeit seiner (Prof. Schmucker's) Schriften zu urtheilen ganz unbefähigten Menschen darzustellen sucht. Er sagt, Past. Brown sei noch nicht auf der Welt gewesen, als er (Prof. Schmucker) schon gepredigt habe, sei benebelt (cloudy) und stumpf (obtuse), habe als praktischer Prediger wohl keine Zeit, sich in solchen Gegenständen, (Wiedergeburt, Erbsünde und Rechtfertigung) bewandert zu machen, und habe überdies seine Ausbildung in einer andern Kirchengemeinschaft erhalten (was merkwürdiger Weise — wie Past. Brown bezeugt — eine Unwahrheit ist, während im Gegentheil Prof. Schmucker auf einem presbyterianischen Seminar zu seiner Theologie den Grund gelegt hat). Zum andern behauptet Professor Schmucker, daß er rechtgläubig sei, und beruft sich zum Zeugniß dafür auf die rechtgläubig klingenden Stellen seiner Schriften. Daß auch anderslautende Stellen in denselben vorkämen, meint er, habe nicht mehr auf sich, als daß auch in der Bibel selber Stellen sich finden, aus denen man Moses des Pelagianismus, Paulus des Antinomianismus u. s. w. zeihen könnte, wenn man sie in derselben Weise auslegen wollte, wie Past. Brown die seinigen (Prof. Schmucker's) ausgelegt hätte, nämlich ihren Sinn nicht nach ihrem Zusammenhange mit dem Ganzen beurtheilen. Hierauf bemerkt Past. Brown in einer Erwiederung (die noch weiter unten besonders erwähnt werden wird) richtig, daß er, wenn es die Schrift gelte, wisse, daß Alles stimmen müsse, weil Alles Gottes Wort sei, und Gott sich nicht widersprechen könne, während Prof. Schmucker's Schriften die eines gebrechlichen Menschen seien. Daneben macht Prof. Schmucker den Versuch, die Discrepanz zwischen den gerügten Stellen und der reinen Lehre zu verdecken. Zu diesem Ende klagt er über Past. Brown's Unfähigkeit und verändert unterdessen den Punct, um den es sich eigentlich handelt. So sagt er z. B. in Absicht auf seine gerügte Erklärung von der Erbsünde, daß Past. Brown billig hätte wissen sollen, daß das Wort mental außer dem Verstande auch den Willen mit bezeichnen könne, und führt dann eine Reihe von Beweisen dafür an, daß die Erbsünde von rechtgläubigen Theologen eine Krankheit genannt werde, als wenn Past. Brown je das eine oder das andere geläugnet hätte und der Controverspunkt nicht vielmehr der gewesen wäre, daß Past. Brown die von Prof. Schmucker gebrauchten Ausdrücke (mental und disorder) und die ganze Definition für durchaus ungenügend erklärte. In Absicht auf die gerügte Stelle von der Art, wie Kinder, die früh sterben, selig werden, beklagt er sich über die Ungebühr Past. Brown's, seine (Prof. Schmucker's) Worte für ein Citat aus 1 Cor. 15 anzusehen, da er sie doch nicht dafür ausgegeben habe, auch der Apostel blos vom Leibe rede, während er behaupte, daß im Tode die verderbte Natur der Kinder, d. h. alles, was