# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1858_S34 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 34 „Luther oder Arndt!“ burgischen Confession schaltet und in Formula Concordiae wiederholet ist (zu welchen ich mich auch mit Herzen und Munde bekenne, will auch, daß diese Schriften nicht anders, denn nach derselben sollen verstanden werden) auch das heilige christliche Leben möge fortgepflanzt werden.““ Möchten sich das diejenigen merken, die jetzt so oft über dem theuren Arndt inquisitorisch zu Gericht sitzen und sich vielleicht nie so aufrichtig und herzlich zu den symbolischen Büchern unserer Kirche bekannt und nach denselben ihre Sachen haben gerichtet wissen wollen. Möchten dieß aber auch diejenigen merken, welche jeden Eifer für reine Lehre und jedes ernste Festhalten am kirchlichen Bekenntniß für ein Zeichen von todter Orthodoxie ansehen und erklären, während sie doch einem Arndt und anderen verstorbenen gottseligen Theologen Gräber bauen, die mit einem Eifer und einer Treue an der reinen Lehre und Kirche gehangen und falsche Lehre bekämpft und verdammt haben, wie sich beides jetzt kaum irgendwo findet.““ Diese Stellen, namentlich die letztere, impliciren eine tadelnde Censur gegen die ganze frühere glaubenstreue evangelisch⸗lutherische Kirche, wenn sie auch zunächst bloß gegen die Buffaloer Cryptopapisterei gerichtet zu sein scheinen. Denn diese hatte unter anderen in dem 2ten Synodalbriefe (von 1850) S. 49 folgendes Urtheil über Arndt abgegeben: „„Bücher, wie die von Ph. J. Spener, A. H. Franke, Schubert in Potsdam, Fuhrmann in Schlesien, Woltersdorf, Bogatzky, Rambach, Rieger, Brastberger, Richter in Barmen (Hausbibel; — auch gehört dahin die Berleburger Bibelerklärung), und andere, lehren nur wenig oder nichts von den heiligen Sacramenten und der heiligen Absolution und Amt der Schlüssel. So ist's auch mit dem Hofacker'schen Predigtbuche. Diesen Mangel trägt auch leider das beliebte Arndt's wahres Christenthum an sich. Erdm. Neumeister's Urtheil über Arndt's wahres Christenthum, in seiner geistlichen Bibliothek S. 860. lautet also: Der liebe Mann hat aus Versehen und Unwissenheit Anlaß zu vielem Streit und Mißhelligkeit gegeben, durch ein Buch, welches er vom wahren Christenthum geschrieben. Es ist nicht zu leugnen, daß solche Redensarten darin vorkommen, welche mit dem Fürbilde der heilsamen Lehre und Aehnlichkeit des Glaubens nicht bestehen können. Daher sie auch von den Schwärmern gar begierig ergriffen und gemißbraucht werden. Doch ist Arndt's Herz und Meinung reiner gewesen, als seine Feder. Maßen er nicht aus Vorsatz, sondern aus Unvorsichtigkeit, wozu ihn mystische