# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1858_S33 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Lehre und Wehre. Jahrgang IV. Februar 1858. No. 1. (Eingesandt von P. Kalb.) „Luther oder Arndt!“ In dem 4. Quartalheft der Guerike⸗ und Rudelbach'schen Zeitschrift heißt es in einer Ströbel'schen Kritik des 12. Jahrgangs des „Lutheraners“, nachdem daselbst von pag. 724—784 der meisten Aufsätze dieser Zeitschrift ausführlich und lobend gedacht wurde, weiter folgendermaßen: „Hiermit glaube ich, den „Lutheraner“ nach allen Lichtseiten vorgeführt zu haben. Er zeugt kräftig 1.) wider die Herren Gebrüder Papa und Apap, 2.) wider die vielnamige Sippschaft der Schwarm⸗ und Freigeister (Wiedertäufer, Sakramentirer, Supranatural⸗ und Rationalisten, Pan⸗ und Atheisten, Union⸗ und Indifferentisten), deren Weg „„vom Fortschritt ins Viehthum““ führt, wider die falschen Brüder von der Kirchen⸗ und Amtstreiberei. Sonach steht er ganz auf dem Boden unserer evangelisch⸗lutherischen Vorfahren? Doch wohl nicht ganz. Und worin liegt denn der Unterschied? Wer Geister zu unterscheiden versteht, wird ihn wohl finden; zum Ueberfluß ist er sogar an mehreren Stellen personificirt anzutreffen. So unter Anderm gleich in folgendem Satze des Vorworts: „„Ohne Zagen schließen wir uns dem großen, in viel Tausend Gliedern bereits im Himmel angekommenen, Zuge an, in welchem, einen Martin Luther an der Spitze, einst ein Johannes Brenz, ein Martin Chemnitz, ein Jakob Andreä, ein Johann und Paul Gerhardt, ein Johann Arndt, ein Heinrich Müller und tausend und aber tausend andere treue Lehrer, zum Theil Lehrer der ganzen Christenheit, gestanden haben, treu der Fahne des reinen Bekenntnisses unserer Kirche folgend.““ Aehnlich S. 13. Ganz handgreiflich auch noch S. 32: „„Johann Arndt's Erklärung, welches der Zweck seiner Bücher vom wahren Christenthum sei und wie er dieselben verstanden wissen wolle. So schreibt der gottselige Arndt zum Schluß des zweiten Buchs vom wahren Christenthum: „„Zum Beschluß muß ich den christliebenden Leser noch etlicher Punkte freundlich erinnern: daß ich keinen andern Finem, Ziel und Zweck habe und suche in diesen meinen Büchern, denn daß neben und mit dieser reinen Religion und Glaubensbekenntniß, so in den Kirchen der augs⸗ 3