# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_December 1857_S376 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 376 Lutherisch⸗theologische Pfarrers⸗Bibliothek. Eine gute kritische wohlfeile Ausgabe der „Bekenntnisse“ ist folgende: „S. Aurelii Augustini Confessiones. Edidit C. H. Bruder. Lipsiae sumtibus et typis Caroli Tauchnitii. 1837.“ 12. Unter den deutschen Uebersetzungen dieses Werkchens sind uns außer einer älteren sehr unbeholfenen (mit der wir uns als Student behelfen mußten) zwei neuere bekannt; erstlich die bereits bezeichnete: „Die Bekenntnisse des heil. Augustinus. Aus dem Lateinischen übertragen von Georg Rapp. Stuttgart. Verlag von S. G. Liesching. 1838“ — und folgende: „Aurelius Augustinus Bekenntnisse. Aus dem Lateinischen übersetzt von Adolf Gröninger. Dritte Auflage. Münster, Verlag der Theissing'schen Buchhandlung. 1853.“ 8. Was die Rapp'sche Uebersetzung betrifft, so besteht ihr Vorzug in Schönheit und Lebhaftigkeit der Diction und Eleganz der Ausstattung. Wenn aber Rapp im Vorwort uns eröffnet: „Manche dieser Betrachtungen wurde von dem Heiligen, aus Rücksicht auf widersprechende Meinungen seiner Zeitgenossen, weit ausgesponnen und von uns näher zusammengezogen. Dasselbe geschah, wo die Betrachtung in den Ton einer gelehrten Abhandlung fiel. Dunklere Stellen entwickelten wir, um sie zu erhellen“ — so danken wenigstens wir ihm nicht dafür. Auch in der Uebersetzung wünschen wir den Autor allein und ganz zu hören. Ein wesentlicher Mangel dieser Uebersetzung ist die Weglassung der drei letzten Bücher, des 11. bis 13., welche der Uebersetzer darum nicht aufgenommen hat, weil dieselben allerdings keine weiteren „Bekenntnisse“, sondern anhangsweise einen Excurs über Gen. 1. enthalten. Die Gröninger'sche Uebersetzung steht jener an Annehmlichkeit des Styls weit nach, sie ist aber treu und enthält die Confessionen unverkürzt; der Uebersetzer der drei letzten Bücher ist jedoch nicht Gröninger, sondern ein ungenannter Freund desselben. c. Die letzte kirchenhistorische Disciplin, welche eine specielle Behandlung anspricht, die Archäologie, betreffend, so sollte, achten wir, folgendes vortreffliche Werk in keiner lutherischen Pfarrers⸗Bibliothek vermißt werden: „Lehrbuch der christlich kirchlichen Archäologie. Von Dr. H. E. F. Guericke. Leipzig, Gebauer'sche Buchhandlung. 1847.“ 8. Der Verfasser faßt die Disciplin der Archäologie als die historisch genetische Darstellung der Form oder der Formen der Kirche (der äußeren Erscheinung des kirchlichen Lebens und christlichen Kirchenthums, in Einrichtungen, wie Gebräuchen) und nimmt den Zeitraum von der Zeit der Apostel bis zu der Gregor's des Großen, um 600, für die Basis der ganzen kirchlichen Entwicklung und somit zugleich für das Feld, auf welchem die Archäologie ihren Inhalt einsammelt. Unser Lehrbuch zerfällt nach Voraussetzung einleitender Bemerkungen in zwei Haupttheile. Die Einleitung handelt von Begriff und Grenzen, Inhalt, Eintheilung und Aufgabe, Quellen und Behandlungen der kirchlichen Archäologie. Der erste Theil umfaßt die Archäologie der socialen Zustände der Kirche, handelt daher 1. von den Kirchengliedern; 2. von den Kirchengemeinen und der Kirchenverfassung; 3. von den Kirchenämtern; 4. von dem kirchlichen Ge⸗