# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1857_S270 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 270 Lutherisch⸗theologische Pfarrers⸗Bibliothek. 1. Kampf des Bekehrten, 2. der Kampf der Prüfung, 3. der Kampf als Versuchung, 4. das Aufhören des Kampfes in dem Fall. III. Abschnitt: Die persönliche Tüchtigkeit zur Bewahrung des Heilsbesitzes: die christliche Tugend als Treue; 1. deren subjectives Motiv (die Dankbarkeit), 2. objective Norm, 3. subjective Mittel, 4. subjective Grundkraft, 5. Umfang, 6. rechte Erkenntniß und die Irrthümer scheinbarer Gewissenhaftigkeit. Dritter Theil: Die Heilsbewahrung oder die concrete Erscheinung christlicher Tugend in den Grundbeziehungen des menschlichen Lebens. I. Die christliche Frömmigkeit als Mutter aller Tugenden. II. Die Bethätigung derselben als solcher. III. Die Grundformen irdischer, gottgeordneter Gemeinschaft und ihr Verhältniß zur Bethätigung christlicher Frömmigkeit (Ehe, Familie, Volks⸗ und Staatsgemeinschaft, Kirche.). Was den Geist betrifft, der diese Ethik durchweht, so können wir denselben nicht besser bezeichnen, als wenn wir das Motto aus Luther hier wiedergeben, welches der hochwürdige Verfasser der vierten Auflage der Schrift vorangesetzt hat: „Die Gläubigen sind eine neue Creatur, ein neuer Baum; darum gehören alle diese Reden, so im Gesetz gebräuchlich, nicht hieher, als: Ein Gläubiger soll gute Werke thun. Wie nicht recht gesagt wird: Die Sonne soll scheinen, ein guter Baum soll gute Früchte bringen, drei und sieben sollen zehn sein. Denn die Sonne soll nicht scheinen, sondern sie thuts ungeheißen von Natur, denn sie ist dazu geschaffen: also ein guter Baum bringt ohne das gute Früchte; drei und sieben sind vorhin zehn, sollen's nicht erst werden. Daß also hie nicht geredt wird, was geschehen oder sein soll, sondern was allbereit jetzt geschieht und ist. Du wollest's denn unterschiedlich also verstehen: Ist's eine Sonne, so soll sie scheinen; bist du gläubig, so mußt du Gutes thun. Dieses ist aber von dem gefärbten Glauben und Sonne geredt; vom rechten Glauben und Sonne wäre es lächerlich geredt.“ (Hall. Werke. Tom. XXII. S. 717.) Was die wissenschaftliche Form betrifft, in welche der Stoff eingekleidet ist, so ist der Herr Verfasser den schweren Bedenken, die uns bei Durchlesung des Werkes auf das Herz gefallen sind und die wir auch hier nicht verhehlen können, bereits selbst zuvorgekommen, indem er in der Vorrede zur ersten Auflage schreibt: „Die zweite Sorge, welche ich noch bekennen muß, bezieht sich auf die individuelle Form der Darstellung. Denn es drückt mich die Ueberzeugung, daß die systematische Theologie unter uns Deutschen, auch die der besten Richtung, an einer gewissen Vornehmheit und abstracten Formulirung des Gedankens leide, welche mit der göttlichen Tiefe und der Fischereinfalt ihres apostolischen Ursprungs in einem nicht unbedenklichen (!) Contraste steht. Hier zu helfen, fühle ich eine gewisse Schwäche. Es ist die Richtung der Zeit, es ist der Ueberrest früher gehegter Neigungen und Beschäftigungen, worunter ich leide und welche zu bekämpfen mir bei wissenschaftlicher Erörterung christlicher Erkenntniß immer noch nicht ganz geglückt ist.“ Es ist allerdings ein Unglück, daß die meisten selbst der besten neueren theologischen Erzeugnisse in einer Sprache geschrieben sind, die dieselben nur für den ge⸗