# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1857_S268 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 268 Lutherisch⸗theologische Pfarrers⸗Bibliothek. bekenntniß des Erzbischofs von Cöln, Johannes von Geissel, den Neukatholischen gegenüber, 3. eine Erklärung des Fürstbischofs von Breslau, von Diepenbrock, über die 7 Sacramente vom Jahre 1845 (S. 665—685). Wer Professor Dr. Guericke's Handbücher kennt, bedarf der Erinnerung nicht, daß auch dieses ebenso reich an brauchbarem Stoff, als gründlich in Behandlung und vortrefflich in Anordnung desselben ist und in beiden Beziehungen jedes andere Werk dieser Gattung weit übertrifft. Höchst werthvoll und nutzbar machen das Buch die sehr reichlich gegebenen Citate aus den betreffenden kirchlich⸗symbolischen Documenten. Leider! ist das Werk von Guericke in einer Zeit geschrieben, in welcher derselbe, gerade was die jetzt innerhalb unserer Kirche wieder streitig gewordenen Lehrpuncte betrifft, noch nicht zu der Klarheit gelangt war, die dieser ausgezeichnete aufrichtige lutherische Gelehrte darüber gewonnen hat. — Während Guericke's Werk das geschichtliche Material für die Symbolik liefert und den Unterschied der symbolisch fixirten Lehren der verschiedenen kirchlichen Gemeinschaften durch vergleichende Gegenüberstellung nachweist, so gibt eine Handleitung zu tieferem rechten Verständniß des Textes der symbolischen Bücher unserer Kirche insonderheit folgendes Werk: „D. Jo. Benedicti Carpzovii Isagoge in libros ecclesiarum lutheranarum symbolicos. Opus posthumum a D. Jo. Oleario continuatum, editum a J. Ben. Carpzovio, filio. Lipsiae 1675.“ Der ursprüngliche Verfasser dieser Schrift, Johann Benedict Carpzov, Bruder des berühmten Kirchenrechtslehrers Benedict Carpzov's und Vater Johann Benedict Carpzov's, des bekannten, später heftigen Gegners Spener's und der Pietisten überhaupt, wurde im Jahre 1607 zu Rochlitz in Sachsen, dahin sich seine Eltern um der Pest willen begeben hatten, geboren und starb als Professor der Theologie zu Leipzig im Jahre 1657. Die angezeigte Einleitung in unser Concordienbuch war unseres Carpzov's letztes und unter allen seinen sonstigen vortrefflichen theologischen Schriften reichstes Werk. Er hat, vom Tode überrascht, dasselbe nicht bis zu Ende gebracht. Den letzten Theil, nehmlich vom zweiten Artikel der Concordienformel an, hat Johannes Olearius bearbeitet. Letzterer, ein Bruder Gottfried Olearius' des Aelteren und Vater Gottfried Olearius des Jüngeren (Verfassers der köstlichen Observ. in Matth.), war zuletzt Fürstlich Sachsen⸗Weißenfelsischer Kirchenrath, Oberhofprediger und Generalsuperintendent und starb, 73 Jahr alt, im Jahre 1684. Unsere Isagoge enthält erstlich ein Prooemium, welches eine Wort⸗ und Sacherklärung eines Symbols gibt und die wahre Bedeutung eines solchen darlegt. Hierauf wird jeder Abschnitt der ganzen Concordia in folgender Weise behandelt. Erstlich wird derselbe disponirt und analysirt; zweitens werden alle einer Erläuterung etwa bedürftigen vorkommenden Ausdrücke, Sätze, Beweisführungen, historischen Bemerkungen ꝛc. mit den nöthigen Bemerkungen versehen; und endlich folgt eine Reihe von Fragen, welche die Puncte enthalten, die sich aus dem vorhergehenden erläuterten Abschnitt als zwischen uns und unseren Gegnern streitige ergeben. Die Antwort ist jedesmal einfach mit Ja