# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1857_S267 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Lutherisch⸗theologische Pfarrers⸗Bibliothek. 267 nur dazu dienen mußte, die Einfältigen aufmerksam zu machen, und sie nur immer mehr in die Schrift hineinzutreiben, und zu einer immer sorgfältigeren Wahrnehmung des lauteren Zeugnisses unserer treuen Väter anzuspornen, und sie so in der erkannten Wahrheit nur immer fester und gewisser zu machen, und ihre Seelen mit Abscheu gegen die Satanstiefen dieser letzten, betrübten Zeit zu erfüllen? Ueber das alles so kömmt der jüngste Tag, und was wird sie dann ihr frecher Mund helfen? Er wird verstummen, die Wahrheit aber wird bleiben, und die der Wahrheit Kinder sind, werden das Reich ererben. — A. Crämer. Lutherisch⸗theologische Pfarrers⸗Bibliothek. (Fortsetzung.) b. Wir gehen nun zur Aufzählung derjenigen Werke über, welche theils den Zweck haben, die Geschichte der symbolischen Bücher der verschiedenen Gemeinschaften zu geben, theils das rechte Verständniß derselben zu zeigen und durch Vergleichung ihres Inhaltes die Lehrdifferenzen nachzuweisen, welche die verschiedenen Gemeinschaften von einander trennen. Hier können wir nicht umhin, vorerst ein neueres Werk zu nennen, nehmlich folgendes: „Allgemeine christliche Symbolik. Von H. E. F. Guericke, Doctor der Theologie und Philosophie, Professor der Theologie zu Halle. 2. Auflage. Leipzig 1846.“ Dieses Buch handelt vorerst einleitungsweise von Begriff, Namen, Methode und Werth der Symbolik und gibt hierauf einen Ueberblick der Geschichte dieser Disciplin (Seite 1—13). Von den drei Haupttheilen, in welche das Buch zerfällt, handelt der erste (isagogische) Theil von den einzelnen christlichen Kirchengemeinschaften überhaupt und enthält die Grundzüge einer historischen Entwicklung derselben vor und seit der Reformation (S. 14—64). Der zweite Theil handelt von den Bekenntnißschriften 1. der evangelisch⸗lutherischen Kirche, 2. der römisch⸗katholischen, 3. der „orthodoxen“ griechischen und 4. der reformirten Kirche und endlich 5. der Arminianer, Socinianer, Mennoniten (Baptisten), Quäker und Swedenborgianer (S. 65—165). Der dritte Theil gibt eine vergleichende Darstellung des symbolischen Lehrbegriffs der bedeutendsten einzelnen christlichen Kirchengemeinschaften in 7 Abschnitten; der 1. zeigt den Unterschied in Absicht auf die Erkenntnißquelle der göttlichen Offenbarung, der 2. in Absicht auf die Theologie im engeren Sinne (Lehre vom Wesen und von der Verehrung Gottes), der 3. in Betreff der Anthropologie (Lehre vom Urstande und von der gegenwärtigen Beschaffenheit des Menschen), der 4. in Betreff der Christologie, der 5. rücksichtlich der Soteriologie (Lehre von der Rechtfertigung, Gnade, Prädestination), der 6. in Ansehung der Lehre von den Sacramenten, der 7. endlich in Absicht auf die Lehre von der Kirche und auf den Cultus (S. 166—664). Als Anhänge folgen noch 1. Luthers Glaubensbekenntniß, 2. das Glaubens⸗