# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_August 1857_S241 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Lutherisch⸗theologische Pfarrers⸗Bibliothek. 241 Bayern. Stuttgart bei S. G. Liesching. 1848.“ Sowohl was Nützlichkeit und Brauchbarkeit, als was Schönheit betrifft, haben der treue Pastor Müller und die berühmte Verlagshandlung gewetteifert, etwas Vorzügliches zu liefern, dessen sich unsere Kirche als einer Zierde freuen kann. Voran steht eine bei gedrängter Kürze gehaltvolle historisch⸗theologische Einleitung in die symbolischen Schriften der evangelisch⸗lutherischen Kirche, welcher eine von guter Kenntniß zeugende Angabe der einschlagenden Literatur vorgesetzt und als Anhang die Geschichte der sächsischen Visitationsartikel und eine Recensur der früheren Corpora doctrinae beigefügt ist (CXVI Seiten). Nun folgen sämmtliche Symbole unserer Kirche deutsch und lateinisch, beide Texte auf Einer Seite in zwei Columnen parallel fortlaufend. Der Text ist durchaus nach den ältesten und authentischen Ausgaben des Concordienbuchs gegeben; selbst an der Sprachform ist nichts geändert. Am Rande geben Zahlen die entsprechenden Seiten der Rechenbergischen und der Walchischen Ausgabe an. Die von Hase zuerst angewandte, viele Vortheile gewährende Paragraphirung nach Perioden ist auch hier beibehalten. Anhänge bilden: 1. die Unterschriften; 2. der Catalogus testimoniorum; 3. das Trau⸗ und Taufbüchlein und die Vermahnung zur Beichte; 4. die Visitationsartikel; 5. das Mandat Churfürst Christian II.; 6. ein überaus genaues höchst werthvolles Verzeichniß der abweichenden Lesarten; 7. ein mit diplomatischer Genauigkeit gegebener Abdruck der editio princeps der Augustana; 8. eine Nachweisung derjenigen Stellen, an welchen der Text des Concordienbuchs einer Berichtigung bedürftig erscheint; der gewissenhafte Herausgeber hat sich nehmlich, wie billig, „als Einzelner nicht für befugt erachtet, an dem kirchlich recipirten Texte Aenderungen nach seiner, wenn auch gewissenhaften, doch immer nur subjectiven Ueberzeugung vorzunehmen;“ 9. ein Verzeichniß der angeführten Schriftstellen; 10. Nachweisung der angeführten Stellen aus kirchlichen und Profan⸗Schriftstellern, Concilienschlüssen und canonischen Satzungen; 11. ein Verzeichniß der außer Gebrauch gekommenen deutschen Wörter und der sprichwörtlichen Redensarten, welche sich im Concordienbuche finden; 12. ein Verzeichniß des Inhaltes nach den einzelnen Theilen; 13. das alte Register der fürnehmsten Hauptstücke christlicher Lehre, die in der Concordia gehandelt werden, lateinisch und deutsch; 14. ein vollständiges deutsches Sach⸗ und Namen⸗Register. — Mit Absicht haben wir diese Ausgabe so ausführlich beschrieben, um unseren geehrten Lesern Lust zur Anschaffung dieses vortrefflichen Buches zu machen, da es für einen Prediger offenbar von großer Wichtigkeit ist, gerade von der Sammlung der Symbole eine zuverlässige und den Gebrauch erleichternde Ausgabe zu haben.*) — Die nächstbesten den Text deutsch und lateinisch gebenden Ausgaben sind: „Christ⸗ *) Nur Eins vermissen wir, nehmlich das Stück der Predigt Luthers, auf welche sich die Concordienformel im Artikel von Christi Höllenfahrt bezieht. Pipping hat dieses Stück seiner Ausgabe beigegeben. Vielleicht findet sich Herr Pastor Müller veranlaßt, bei einer zweiten Auflage auch dieses Stück noch aufzunehmen