# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_August 1857_S240 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 240 Lutherisch⸗theologische Pfarrers⸗Bibliothek. die Fürbitte der Verstorbenen für ihre Hinterlassenen (Hiltebrant); über die Herleitung des Ursprungs der Taufe aus dem Judenthum; über Arnd's Schriften; über Gesenius' Katechismus u. s. w. u. s. w. Der dritte Band enthält noch zwei Anhänge, deren erster Ludwig Gerhards Lehrsystem von der Wiederbringung aller Dinge und die mit dessen Veröffentlichung ausgebrochenen Streitigkeiten, und deren zweiter die sogenannten Melodischen Streitigkeiten (Adam Bernd — Indifferentismus) vorstellt. Der vierte und fünfte Band enthält weitere Ausführungen und Ergänzungen der drei ersten Bände. Hier wird u. A. Folgendes nachgeholt: Die Geschichte des Streites über die Höllenfahrt Christi (Aepinus), über den Gebrauch des Wortes in abstracto in der Lehre von der Mittheilung der göttlichen Eigenschaften an Christi Menschheit (Heshusius und Wigand), über die Ordination (Freder in Pommern), über den Wucher (Regensburger Theologen), über die Philosophie (Dan. Hofmann), über den Ursprung der Sünde (Grawer und Lubinus), über die Auferstehung der Gottlosen kraft des Verdienstes Christi (Brothius und Balduin), über Statius' geistliche Schatzkammer, über die Frage: ob Christus zur Zeit seines Todes und Begräbnisses ein wahrer Mensch geblieben sei (Lütkemann), über Heinr. Müllers Ausdrücke von den „vier stummen Kirchengötzen“, über die Frage: ob Christus wegen seiner menschlichen Natur selbst dem Gesetz Gehorsam schuldig gewesen sei (Haferung), über den Herrnhutianismus, über die Nothwendigkeit, die Zeit seiner Bekehrung zu wissen, über die Gerberischen Schriften u. s. w. u. s. w. Dieser zweite Haupttheil umfaßt allein ein Werk von über 5500 Octav⸗Seiten. Kein Werk dürfte besser dem Zwecke dienen, seine Sinne zum Unterschiede des Irrthums und der Wahrheit zu üben, als dieses; kann man auch Walch, namentlich in seiner vermittelnden Beurtheilung der pietistischen Streitpuncte, nicht durchaus beistimmen, so leitet er doch auch hier nicht irre, da er den Status controversiae allezeit gewissenhaft genau angibt. In den Actis historico-ecclesiasticis finden wir die Nachricht, daß den Salzburgischen Lutheranern in Amerika das ganze Werk Walch's zugesendet worden ist, mit dem Zusatz: „Welche Einleitung in die Religionsstreitigkeiten sie in dasiger mit allerlei Secten erfüllten Gegend vor unentbehrlich halten.“ (XX, 356.) 4. Wir kommen nun zur vierten Reihe des Bücher⸗Faches für die dogmatischen Disciplinen, zu derjenigen nehmlich, in welche die die Symbolik betreffenden Schriften gehören. a. Das erste Bedürfniß eines lutherischen Pfarrers sind natürlich hierbei die in den verschiedenen Gemeinschaften symbolisches Ansehen genießenden Schriften selbst. Was nun vorerst die symbolischen Bücher der evangelisch⸗lutherischen Kirche betrifft, so sind wir im Stande, gerade die neueste Ausgabe derselben als die unter allen erschienenen beste und vollkommenste zu nennen. Es ist folgende: „Die symbolischen Bücher der evangelisch⸗lutherischen Kirche, deutsch und lateinisch. Herausgegeben von J. Tob. Müller, Pfarrer in Immeldorf in