# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S164 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 164 Verhandlungen der 29. Allgemeinen oder Namentlich durch die unvergeßliche Waltherfeier im Jahre 1911 hat der treue Gott die Herzen vieler Chriſten willig gemacht, einen ſoge⸗ nannten Waltherfonds für die Allgemeine Kirchbaukaſſe zu gründen, und es floſſen dadurch zirka $40,000 in unſere Kaſſe, trotzdem auch noch zur ſelben Zeit viel Geld geſammelt wurde für andere Zwecke des Reiches Gottes innerhalb unſerer lieben Synode. Durch dieſen reich⸗ lichen Zufluß von Geld in unſere Kaſſe war Ihre Kommiſſion in den Stand geſetzt, einer großen Anzahl Miſſionsgemeinden, namentlich im Nordweſten unſers Landes und in unſerm großen Miſſionsgebiet im weſtlichen Canada, bei einem nötigen Kirchbau durch zinsfreie Darlehen gegen gute Sicherheit herrliche Dienſte zu leiſten, ſo daß im Laufe der Zeit über 70 Gemeinden unterſtützt worden ſind, die ſich auch im all⸗ gemeinen bemühen, ihre Rückzahlungen zu machen. In runder Summe wurde dieſen Gemeinden ſeit Gründung der Kaſſe ein Darlehen von $100,000 gemacht. Welch ein Segen dadurch geſtiftet worden iſt, wird erſt im Lichte der ſeligen Ewigkeit recht offenbar werden zur Ehre unſers großen Gottes. Der Segen wäre aber noch größer geweſen, wenn Ihre Kommiſſion noch mehr Geld in der Kaſſe gehabt hätte, denn leider konnten wir nicht alle Bittgeſuche befriedigen, und Ihre Kommiſſion war genötigt, hie und da Geld zu borgen, um der ſchreiendſten Not abzuhelfen. Das ſollte nicht ſein, liebe Brüder! Es ſollte gerade dieſe Heilandskaſſe in Zukunft noch reichlicher als bisher mit Geld bedacht werden. Finden wir doch ſogar bei den Sekten, daß ſie ihre Kirchbaukaſſen reichlich mit Geld füllen. Man vergeſſe nicht: dies Geld, das in unſere Kirchbau⸗ kaſſe fließt und armen Gemeinden zinsfrei geliehen wird, fließt ja nach einigen Jahren zurück in die Kaſſe und wirkt und zirkuliert weiter, wenn auch die gütigen Geber ſchon längſt im Grabe ſchlummern werden, und trägt tauſendfache Zinſen für die Ewigkeit. Auch hier gilt das Wort des HErrn: „Ihre Werke folgen ihnen nach“, Offenb. 14, 13. Das ſind aber die vornehmſten Werke der Chriſten, daß ſie Gottes Wort und Reich ausbreiten und zu dem Ende Kirchen und Schulen bauen helfen; damit ſetzen ſie ſich die herrlichſten Denkmäler für die Ewigkeit. Die Kommiſſion bittet daher die lieben Chriſten und Gemeinden unſerer Synode recht herzlich und freundlich, dieſe Kaſſe mit ihren Ge⸗ beten und Gaben auch in Zukunft reichlich zu bedenken, ſei es durch eine jährliche Kollekte, ſei es durch Geſchenke, zinsfreie Darlehen, Legate oder Vermächtniſſe. Man wolle zu dem Ende auch dieſe Reichsſache unſers Gottes in den Gemeindeverſammlungen, auf Konferenzen und Synoden und bei ſonſtigen Gelegenheiten immer wieder zur Sprache bringen; denn es ſcheint, daß die Wichtigkeit dieſer Kaſſe noch nicht allen Brüdern ſo recht bekannt iſt. Wohl hat Ihre Kommiſſion deshalb auch Zirkulare an die einzelnen Gemeinden und Diſtriktsſynoden ausgeſchickt, und zwar nicht vergeblich, auch haben einige Brüder in hochherziger Weiſe durch zinsfreie Darlehen und Vermächtniſſe die Kaſſe füllen helfen, aber in letzter Zeit ſind der Kollekten bedeutend weniger und der Bittgeſuche