# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S153 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1914. 153 Handlung der Synode. Am Freitag, den 15. Mai, beſchloß die Synode, die Melroſer Eingabe im großen und ganzen anzunehmen. Als aber am Samstag, den 16. Mai, in der letzten Sitzung, über einzelne Be⸗ ſtimmungen verhandelt werden ſollte, wurde die ganze Sache auf den Tiſch gelegt. Vereinfachung der Kaſſen. Eingabe. Der Atlantiſche Diſtrikt bittet dringend, die Eingabe von 1911 be⸗ treffs Vereinfachung der Kaſſen, die damals in der letzten Sitzung, da keine Zeit mehr war, die Sache auch nur einigermaßen zu beſprechen, auf den Tiſch gelegt wurde, diesmal zur Beratung aufzunehmen. Nach⸗ dem wir uns erlaubt haben, etliche unweſentliche Veränderungen zu machen, lautet ſie, wie folgt: Wir haben offenbar eine unnatürlich große Zahl von Kaſſen. Eine kleine Hilfe wäre es, wenn mehrere gleichartige Kaſſen miteinander ver⸗ ſchmolzen würden; ſoll jedoch gründlich geholfen werden, ſo muß eine durchgreifende Vereinfachung eingeführt werden, etwa in der Weiſe, daß die ganze Menge unſerer Kaſſen auf folgende ſechs reduziert wird: 1. Synodalkaſſe. Durch dieſe gingen alle Gaben für alle Zwecke der Synode, auch für Neubauten. Das iſt unſerer Konſtitution gemäß. Nach Kapitel VI, I, 5 ſoll das Geld, welches die Prediger und Lehrer in die Synodalkaſſe zahlen und das aus den Gemeinden für dieſe Kaſſe kollektiert wird, verwandt werden: „a. zu Beſtreitung der allgemeinen Unkoſten der Synode (Auslagen der Beamten, Schreib⸗ materialien, Druckkoſten für den Synodalbericht, Porto und der⸗ gleichen); b. zur Erreichung kirchlicher Zwecke (Gründung und Erhal⸗ tung kirchlicher Anſtalten zur Bildung künftiger Prediger und Lehrer und dergleichen)“. — Sollte man nicht zur urſprünglichen Ordnung zurückkehren? Warum ſollten unſere Chriſten nicht für Neubauten ebenſo reichlich geben, wenn ihre Opfer durch die Synodalkaſſe gehen, wie durch eine beſondere Baukaſſe? Sollte es nicht leichter ſein, durch eine Kaſſe die Gelder, welche wir nötig haben für die eigentlichen Syno⸗ dalzwecke, zu ſammeln, als durch zwei? Sollten wir nicht überhaupt mit aller Macht darauf hinarbeiten, unſere Synodalkaſſe regelmäßig, ſyſtematiſch ſo zu füllen, daß daraus auch Neubauten, wenn ſie nicht ganz außerordentliche Summen erfordern, beſtritten werden können? 2. Miſſionskaſſe: a. der Allgemeinen Synode, b. des Diſtrikts. So war es urſprünglich. „Für Miſſion beſteht eine eigene Kaſſe.“ So heißt es in unſerer Konſtitution (VI, I, 5). Die Gemein⸗ den würden dann nicht mehr ſammeln für jede einzelne Miſſion, ſondern einfach für die Miſſionskaſſe. Alle Gaben für Miſſionen, welche die ganze Synode treibt, würden die Kaſſierer an den Allgemeinen Kaſſierer und dieſer an eine Allgemeine Miſſionskommiſſion ſenden, und letztere würde das Geld verteilen an die Kommiſſionen der verſchiedenen Miſ⸗