# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S103 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1914. 103 B. Im Ausland. Heidenmiſſion in Oſtindien. Aus dem Bericht der Kommiſſion: Im Jahre 1911 zählte unſere Miſſion 5 Stationen, 11 Ort⸗ ſchaften, 10 Miſſionare, 347 eingeborne Chriſten, 24 Schulen und 960 Schüler. Vergleicht man dieſe Zahlen mit denen, die auf der ſtatiſtiſchen Tabelle für 1913 (S. 108 f.) verzeichnet ſind, ſo wird man erkennen, daß der HErr ſich ſichtlich zu unſerer Arbeit bekannt und das Werk unſerer Hände kräftig gefördert hat. Folgendes iſt gegenwärtig die Zahl unſerer Miſſionare: Im Nordgebiete arbeiten G. Naumann (Kriſhnagiri), R. Freche (Vaniyambadi), G. O. Kellerbauer (Bargur), G. Küchle (Ambur I), H. Stallmann (Ambur II). Die beiden neuen Miſſionare Ehlers und Williems ſind auch dem Nordgebiete zugewieſen worden. Im Süd⸗ gebiete arbeiten: T. Gutknecht, A. Hübener, G. Hübener, A. Lutz (Nagercoil), J. Harms, H. Nau, F. Zucker (Trivandrum). Der neue Miſſionar R. Görß iſt dem Südgebiete zugewieſen worden. — Herr P. H. Hamann in New York hat einen Beruf in unſere Miſſion an⸗ genommen und bereitet ſich jetzt ſonderlich für den Schuldienſt in In⸗ dien vor. Das Schulweſen in unſerer Miſſion hat ſich in den letzten Jahren ſtark ausgebreitet. Leider fehlt es uns noch immer an genügenden chriſtlichen Lehrkräften. Wir müſſen uns daher an manchen Orten noch notdürftigerweiſe mit heidniſchen Lehrern behelfen. Dieſem übel⸗ ſtande ſollte aber ſo ſchnell als nur möglich abgeholfen werden. Es werden daher alle nur möglichen Anſtrengungen gemacht, begabte Knaben zu chriſtlichen Katecheten, Lehrern und Evangeliſten auszubilden. Im Südgebiete iſt zu dem Zweck ein Inſtitut oder Seminar gegründet worden, in dem jetzt 58 Knaben unterrichtet werden. Einige von ihnen haben in letzter Zeit ſchon als Aushelfer gedient. Im Nordgebiete wer⸗ den in unſerer Lower Secondary School in Ambur neun Knaben für dieſen Zweck ausgebildet. — An Herrn G. Jeſudaſon haben wir im Südgebiete ſeit 1912 unſern erſten eingebornen Evangeliſten. Im Juli 1913 beſchloß die Geſamtkommiſſion, die ſchon von der letzten Synode gebilligte ärztliche Miſſion in Angriff zu nehmen. Zu⸗ nächſt wurde eine geſchulte Krankenpflegerin, Frl. L. Ellermann, für dieſe Arbeit gewählt. Sie iſt bereits in Indien. Näheres über dieſe Arbeit iſt bereits im „Lutheraner“ berichtet worden. Nur das ſei noch kurz erwähnt: Unſere ärztliche Miſſion wird erſt dann ihre ſegensreiche Tätigkeit recht entfalten können, wenn der HErr uns einen tüchtigen chriſtlichen Miſſionsarzt geſchenkt haben wird. — Die lieben Frauen und Jungfrauen unſerer Synode ſind erſucht worden, für den Unter⸗ halt der Kaſſe für Bergheim und ärztliche Miſſion durch ihre Liebes⸗ gaben ſorgen zu wollen. Das Bergheim ſoll nicht nur als Erholungsort für die Miſſionare, ſondern auch als Schule für die ſchulpflichtigen Miſſionarskinder dienen.