# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S101 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1914. 101 4117 jüdiſche Traktate, 844 Neue Teſtamente und 24 Bibeln. Zur Vorbereitung auf die Taufe gab der Miſſionar einzelnen Perſonen 124 Stunden Religionsunterricht. Ein Erwachſener wurde getauft und iſt jetzt Glied der Immanuelsgemeinde in New York. Im Intereſſe der Miſſion predigte der Miſſionar viermal in andern Gemeinden. Tapfer hielt er aus in ſeiner Miſſionshalle, wenn dieſe von tobenden Juden bedrängt war. 2. Die Arbeit war eine ſehr ſchwierige. Der Zulauf, deſſen ſich unſere Miſſion erfreute, erregte großes Aufſehen unter den Juden. Sie bildeten aus Synagogen und Vereinen eine große Antimiſſionsliga, um unſere und andere chriſtliche Miſſionen unter Israel zu zerſtören. Sie kündigten ihr Vorhaben in den jüdiſchen Tagesblättern an und warnten namentlich vor unſerm Miſſionar. Sie ſchickten Scharen junger Leute aus ihren Vereinen vor unſer Miſſionslokal, um gedruckte War⸗ nungen vor unſerer Miſſion zu verteilen und die Eintretenden zurück⸗ zuhalten. Sie beſuchten die Eltern der Kinder, die in unſere Miſſions⸗ ſchule kamen, und drohten ihnen mit Arbeitsverluſt. Sie ſtörten die Gottesdienſte, zertrümmerten das Eigentum und gefährdeten ſelbſt das Leben. Dabei bewieſen ſie eine Beharrlichkeit, ſowohl in der größten Sommerhitze als bei ſtrengſter Winterkälte, die nur durch ihren Haß gegen den gekreuzigten Heiland erklärt werden kann. Anfangs erwies ſich der erbetene Polizeiſchutz als ungenügend. Wurden Störenfriede von Poliziſten verhaftet, ſo fanden ſich im Nachtgericht Scharen von Juden ein, brachten ihren Rabbiner und Advokaten mit, und die ein⸗ geſchüchterten Beſucher unſerer Miſſion wagten nicht, als Zeugen auf⸗ zutreten. Wurde jemand zur Geldſtrafe verurteilt, ſo wurde dieſelbe von der Liga bezahlt, und die Juden ſchrien unſerm Miſſionar nach, daß Hunderttauſende von Juden hinter ihnen und Hunderttauſende von Dollars ihnen zur Verfügung ſtänden, daß daher unſere Miſſion unter⸗ gehen würde und müßte. Endlich wurde beſſerer Polizeiſchutz erlangt. Die Sachlage wurde den Paſtoralkonferenzen vorgelegt. Dadurch, daß Paſtoren mit ihren Gemeindegliedern die Miſſionsgottesdienſte beſuchten, wurde es ſichtbar, daß auch hinter unſerm Miſſionar Vertreter unſerer Synode ſtehen. Die Richter wurden ſtrenger, und die Feinde unſerer Miſſion dürfen nicht mehr vor der Tür unſers Miſſionslokals ſtehen. Dadurch wurden auch die Beſucher unſerer Miſſion ermutigt; ſie laſſen ſich nicht mehr alles gefallen, ſondern weiſen die Glieder der Liga ent⸗ rüſtet zurück, fangen an, Zeugnis wider ihr geſetzloſes Weſen abzulegen, und ſtellen ſich in immer größerer Zahl wieder ein. Aber die letzten Jahre waren böſe Jahre für unſern Miſſionar, ſchwierige Zeiten, nicht minder für Ihre Kommiſſion. 3. Die Arbeit war eine geſegnete. Andere Miſſionen ſind hier durch die jüdiſche Antimiſſionsliga zugrunde gegangen, die unſrige beſteht noch durch Gottes Gnade und iſt ſiegreich aus der Verfolgung hervorgegangen. Die Beſucher unſerer Miſſion ſind durch das Zeugnis unſers Miſſionars ſo weit gekommen, daß ſie ſich durch die Antimiſſions⸗