# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S95 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1914. 95 ſynode in Auſtralien aufnehmen zu laſſen, indem ſie zugleich verſpricht, für die pekuniäre Unterſtützung noch fernerhin zu ſorgen. Wir möchten ferner der Synode empfehlen, Herrn P. Haſſold, der ſchon ſo viele Jahre mit großer Treue dort gearbeitet hat, die Mittel zu erlauben, eine Heimreiſe zu machen, um ſeine alternden Eltern noch einmal zu ſehen. Die europäiſche Freikirche. Die beiden europäiſchen Freikirchen, die Däniſche und die Säch⸗ ſiſche, haben ſich zu einer verbunden. Beſondere Veränderungen ſind nicht zu vermerken. Die Brüder arbeiten treu weiter und zeugen und bekennen das reine Evangelium von Chriſto, deſſen wir uns mit ihnen freuen. Sie können den Eindruck nicht los werden, daß in unſerer Synode nicht mehr ein ſo reges Intereſſe an ihren Leiden und Freuden genommen wird wie in früheren Jahren. Das ſchließen ſie zum Teil daraus, daß die Gaben für ihre Unterſtützung nicht mehr ſo fließen wie früher. Herr Präſes Kunſtmann hat eine Beſuchsreiſe nach den Ver⸗ einigten Staaten gemacht und, wo immer ſich ihm Gelegenheit bot, die ſchwierigen Verhältniſſe dargelegt, unter welchen unſere Brüder in Deutſchland arbeiten. Sie werden in ihrer Arbeit von allen Seiten angefeindet; wenn wir ihnen nicht zur Seite ſtehen, ſo fühlen ſie ſich von Menſchen ganz verlaſſen. Sie tragen drüben unſere Schmach, ſo müſſen auch ihre Leiden unſere Leiden ſein. Unſere Synode hat auch wirklichen Nutzen von ihrer Arbeit. Mancher tüchtige Arbeiter iſt uns durch ſie zugeführt worden. Das Zeugnis der Wahrheit aus ihrem Mund und ihrer Feder müßte verſtummen, wenn unſere Synode die finanzielle Unterſtützung zurückzöge. Es kann ja nach Gottes Ver⸗ heißung nicht vergeblich ſein. Die Freikirche zählt 36 Gemeinden; in Sachſen befinden ſich 7, in Preußen 22, in Dänemark 2. Die Glieder wohnen an 358 Orten; an 78 Orten werden von den 26 Paſtoren der⸗ ſelben regelmäßig Gottesdienſte abgehalten. 5598 Seelen haben ſich ihr angeſchloſſen. Zehn Gemeinden beſtreiten die für ihren kirchlichen Haushalt nötigen Ausgaben ſelbſt; die übrigen erhalten Unterſtützung. Es ſind jährlich nur $6000.00, die ſie nötig haben. Die Kommiſſion erlaubt ſich, auf ihr kirchliches Blatt, „Die Ev.⸗ Luth. Freikirche“, aufmerkſam zu machen. Es wird wohl wenige geben, die es abbeſtellen, nachdem ſie es eine Zeitlang geleſen haben. Eine Einrichtung haben die dortigen Brüder, die ſich als ſehr ſegensreich erwieſen hat. Das iſt der ſogenannte „Schriftenverein“. Derſelbe ſtellt Leute an, die allenthalben in deutſchen Ländern herum⸗ ziehen und Bücher unſerer Kirche in die Häuſer bringen und verkaufen. Hierdurch iſt ſchon ſelbſt mancher Paſtor mit den Schriften des ſeligen D. Walther und mit andern Publikationen unſerer Synode bekannt ge⸗ worden. In bezug auf dieſen „Schriftenverein“ liegt der Ehrw. Syn⸗ ode ein Bittgeſuch vor, deſſen Gewährung wir empfehlen möchten.