# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S76 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 76 Verhandlungen der 29. Allgemeinen oder an der Haupteingangspforte von Amerika ſo lange halten, als es Gott gefällt. Genießen wir doch jetzt in hohem Maße das Vertrauen der Einwanderungsbehörde, und iſt doch gegenwärtig unſer Lutheriſches Pilgerhaus das einzige deutſche Emigrantenheim in der Stadt New York, das neben dem ungariſchen, ſchwediſchen und norwegiſchen ſowie andern Emigrantenhäuſern noch beſteht. Das deutſche Heim des Gen⸗ eral Council iſt ſeit ca. vier Monaten geſchloſſen. Obgleich wir dafürhalten, daß die Wichtigkeit unſers Werkes in der Emigrantenmiſſion und im Pilgerhaus jedermann zur Genüge be⸗ kannt ſein ſollte, und obgleich wir meinen, daß aus dieſem Grunde eine derartige Bitte faſt unnötig ſei, ſo erlauben wir uns doch, unſere lieben Herren Paſtoren und Lehrer, die lieben Delegaten unſerer Gemeinden und alle ſonſtigen Freunde der Emigrantenmiſſion zu bitten, dieſes Werk aufs kräftigſte mit Wort und Tat zu unterſtützen. Um es dem Miſſionar möglich zu machen, auf Ellis Island die an ihn Empfohlenen aufzuſuchen und zu finden, ſollte die Adreſſe des Miſſionars frühzeitig an ſolche geſandt werden, die ſich ſeiner Hilfe bedienen wollen; zugleich ſollte dem Miſſionar davon Mitteilung gemacht werden, überhaupt die ganze Beförderung der reiſenden Perſonen, die Ausſtellung der Schiffs⸗ karten uſw. ſollte in die Hände des Miſſionars gelegt werden. Von den Vorpoſten in Deutſchland, Bremen und Hamburg, laufen ſchöne, erfreuliche Berichte ein. Beide, Herr F. Gillhoff und Herr P. Löffler, verrichten ihre ſegensreiche Arbeit treu und gewiſſenhaft. Freuen wir uns, daß wir ſolche Mitarbeiter gefunden haben! Die Gaben für unſere Miſſion reichen leider nicht aus, um die Gehälter der Miſſionare in New York, Bremen und Hamburg zu decken; in jedem Jahre mußte ein größerer Zuſchuß aus der Synodalkaſſe den Fehlbetrag ausgleichen. Möchten doch alle Gemeinden um Chriſti willen auch die Emigranten⸗ miſſion alljährlich mit einer Gabe bedenken! Dann hätten wir nicht nur keine Not, die Gehälter zu zahlen, ſondern es würde ohne Zweifel auch noch etwas übrigbleiben, um armen, unbemittelten Reiſenden zu helfen. Wir erlauben uns noch, die Aufmerkſamkeit der Synode auf die Arbeiten zu lenken, die in jedem Jahre durch unſer Pilgerhaus im Intereſſe der Synode verrichtet werden. 1. Die Beförderung der Predigtamtskandidaten und Miſſionare nach dem Auslande. Alle hiermit verbundenen Arbeiten, Bagage⸗ Transferierungen, Konſulatsgeſchäfte, werden erledigt ohne Koſten⸗ berechnung. Den ins Ausland reiſenden Kandidaten und Miſſionaren wird im Pilgerhaus koſtenfreie Aufnahme gewährt. 2. Die Beförderung der für Indien beſtimmten Kiſten mit Gaben für das Weihnachtsfeſt. Dieſe Sendungen gehen ſeit Jahren koſtenfrei bis nach dem nächſten indiſchen Hafen. 3. Die unentgeltliche Transferierung der für Braſilien beſtimmten Gehälter der Paſtoren und Profeſſoren und Bücherſendungen des Con- cordia Publishing House.