# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S54 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 54 Verhandlungen der 29. Allgemeinen oder ſetzen gedenkt. Es iſt daher Meinung der Aufſichtsbehörde, daß die Synode eine permanente ſiebente Lehrkraft in Bronxville anſtellen ſollte. Auch unſer Direktor kann trotz aller Arbeitsluſt unmöglich die volle Zahl von 30 Unterrichtsſtunden pro Woche erteilen. Gibt er weniger, ſo müſſen einzelne Klaſſen zu gewiſſen Stunden am Tage unbeſchäftigt bleiben. Kombinationsklaſſen ſind ebenfalls unzulänglich, da ſie weder dem Reifeunterſchied der Klaſſen noch der logiſchen Entwicklung und der Reihenfolge des Unterrichts Rechnung tragen. Mit einem bloßen ſoge⸗ nannten Aushelfer wäre unſerer Anſtalt auf die Dauer ebenfalls nicht gedient. Ganz abgeſehen davon, daß die obengenannten Disziplinen mehr Kenntniſſe und Können vorausſetzen, als man bei einem ſogenannten Aushelfer erwarten darf, ſo leidet das Fach auch in der Achtung ſeitens der Schüler beim ſteten Wechſel der Aushelfer. Auch ſchwindet bei ſolchem ſtetigen Wechſel jede Berechnung für zielbewußtes Auf⸗ und Ausbauen des Unterrichts. Unſere Schülerzahl beträgt gegenwärtig 131, die bei weitem größte Zahl in der Geſchichte der Anſtalt. über den geſundheitlichen ſowie über den ſittlichen Zuſtand dieſer lebensfrohen Schar kann im allgemeinen nur Gutes berichtet werden; doch ſind unſere vorhandenen Wohnräume für dieſen Segen kaum ausreichend. Für das kommende Schuljahr muß für mehr Wohnraum geſorgt werden, da wir durch das Ausſcheiden der dies⸗ jährigen Prima, die nur 10 Schüler zählt, nicht genügenden Raum für die zu erwartenden Rekruten bekommen werden. Durch Ausbau des noch unvollendeten dritten Stockwerkes im Lehrgebäude und durch Verklei⸗ nerung der Aula könnten wir vorläufig ſechs geräumige Zimmer für Schlafräume gewinnen. Für dieſen durchaus nötig werdenden Ausbau erbittet die Aufſichtsbehörde die Summe von $2800.00. Auch würde eine Ehrw. Synode nicht unweiſe handeln, wenn ſie ihre Allgemeine Auf⸗ ſichtsbehörde inſtruierte, mit dem Bau eines zweiten Wohngebäudes in Bronxville voranzugehen, falls ſolches vor Tagung der nächſten Synode zur unbedingten Notwendigkeit werden ſollte. Und nun nur noch eine Sache. Unſere Anſtalt hat in dem prächtigen Bronxville eine, wie wir hoffen, bleibende Heimat gefunden und ſollte daher auch endlich einen bleibenden Namen bekommen. Wir ſind etwas mehr als ein Pro⸗ und Mittelgymnaſium, aber den von andern Synodal⸗ anſtalten gebrauchten Namen „College“ dürfen wir nach den Geſetzen des Staates New York nicht führen. Der Staat New York erlaubt nur einer ſolchen Anſtalt den Namen College, deren Truſtees Eigentum im Werte von $500,000 verwalten, die neben einem vierjährigen High School-Kurſus einen vierjährigen Collegekurſus haben, und in welcher mindeſtens ſechs Profeſſoren ihre ganze Zeit der Collegeabteilung wid⸗ men. Wir möchten daher eine Ehrw. Synode bitten, dieſer ihrer Lehran⸗ ſtalt einen paſſenden, allen Synodalgliedern zuſagenden Namen zu geben.