# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S49 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1914. 49 ſchaftsgebäude iſt neu gedeckt worden, und die Wohnungen der Profeſſoren haben einen friſchen Anſtrich bekommen. Die bewilligten Vorbauten am Haupt⸗ und Südgebäude ſind aus Sparſamkeitsrückſichten noch nicht auf⸗ geführt worden. Zu den Bedürfniſſen unſerer Anſtalt übergehend, treten wir nun mit einer großen, ſehr großen Bitte vor die Ehrw. Synode. In Anbetracht deſſen, daß eine Ehrw. Synode in den letzten Jahren hohe Summen ver⸗ ausgaben mußte, möchten wir wohl unſere Bitte zurückhalten, doch ein ernſter Notſtand gebietet es, dieſelbe vorzulegen. Dieſe Notlage, die ſchon eine Reihe von Jahren beſtanden hat, nämlich ſeit der Zeit, da unſere Anſtalt zu einem Vollgymnaſium hinaufgerückt iſt, hat ſich in dieſem Schuljahr bei der großen Schülerzahl ganz beſonders fühlbar gemacht. Unſere dringende Bitte geht dahin, der Anſtalt ein Lehrgebäude ſowie die Einrichtung von mehr Wohnzimmern und Schlafräumen zu gewähren. Ein Lehrgebäude fordern unſers Erachtens folgende Zuſtände. Die jetzigen Klaſſenzimmer liegen durch alle Gebäude hin verſtreut. In einer Ecke der Direktoratswohnung findet ſich die Prima; in einem kurzen Zwiſchenbau, der dieſe Wohnung mit dem Hauptgebäude verbindet, iſt Sekunda unter⸗ gebracht; Sexta verſammelt ſich in der Aula; Tertia liegt zwei Treppen hoch im Südgebäude; hierhin müſſen ſich auch alle Klaſſen für den natur⸗ wiſſenſchaftlichen Unterricht begeben; Quinta und Quarta finden Unter⸗ kunft im ſogenannten Lehrgebäude; im zweiten Stockwerk desſelben iſt der Septima ein Zimmer eingeräumt. Dieſes Auseinanderliegen der Lehr⸗ ſäle verurſacht natürlicherweiſe viel Störung und geräuſchvolles Hinund⸗ herlaufen. Es iſt ein übelſtand; doch der ließe ſich noch ertragen, wenn nur die Lehrſäle ſelbſt den Anforderungen genügten. Die Klaſſenzimmer aber ſind leider nur Notbehelfe, zumeiſt kleine, ſchlecht beleuchtete, über⸗ füllte Räume. Die Aula wiederum, die für den Unterricht der Sexta Ver⸗ wendung findet, iſt als Klaſſenzimmer viel zu groß. Es iſt eine aufreibende Anſtrengung, hier zu unterrichten; die Schüler müſſen übermäßig laut reden, um ſich verſtändlich zu machen, zudem muß bei düſterem Wetter den ganzen Tag unter Gaslicht gearbeitet werden. Dem Lehrſaal für Naturwiſſenſchaft fehlt die Einrichtung, die ein ſolcher haben ſollte, damit der Unterricht in dieſem Fach mit Erfolg erteilt werden kann. So ſteht es mit den Klaſſenzimmern, in denen doch die Hauptarbeit getan werden muß. Die Anſtalt hat nicht genügend Wohnzimmer. Es laſſen ſich bei den jetzigen Verhältniſſen knapp 140 bis 150 Schüler unterbringen; geht es darüber hinaus, ſo ſind die Zimmer einfach überfüllt. Stehen in einer Wohnſtube ſieben oder acht Pulte, in der nur vier ſein ſollten, ſo müſſen einige ſo geſtellt werden, daß ihnen das Tageslicht verſperrt wird. Es mußten in dieſem Jahre ſieben Schüler in einem Zimmer, das nur ein Fenſter hat, untergebracht werden. — Die Anſtalt hat mehr Schlafräume nötig, damit den Schülern eine geſunde, ungeſtörte Nachtruhe zuteil wird, und ſie am nächſten Tag geiſtesfriſch anſtrengen⸗ [Signatur am Fuß der Seite: „4“ — Bogenſignatur des Druckers, keine Seitenzahl.]