# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S47 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1914. 47 $1500.00 zugeſprochen waren. In Anbetracht des Notſtandes in der Baukaſſe haben wir dieſe Arbeit verſchoben in der Hoffnung, daß Gottes Güte uns vor ſchweren Heimſuchungen durch Krankheiten bewahren möge. Eine nicht länger aufſchiebbare Sache iſt es, um derentwillen wir mit der Bitte um eine Bewilligung vor die Synode treten müſſen. Der Abort der Anſtalt iſt in einer ſolchen Verfaſſung, daß hier notwendig Abhilfe geſchafft werden muß. Dieſe wäre nach unſerm Dafürhalten ſo zu bewerk⸗ ſtelligen, daß in zwei Gebäuden ſogenannte toilet-rooms eingerichtet werden, verbunden mit den vorhandenen Waſchſälen. Für die Einrichtung ſolcher toilet-rooms liegt uns ein Voranſchlag vor, lautend auf $5500.00. Um dieſe Summe müſſen wir hiermit dringend bitten. Es iſt die einzige neue Geldbewilligung aus der Baukaſſe, um welche wir dies⸗ mal nachſuchen. Und nun haben wir noch eine, und wohl die wichtigſte, Angelegenheit, welche wir der lieben Synode vortragen müſſen. Es handelt ſich um die Kreierung einer achten Profeſſur an unſerer Anſtalt. Unſere Profeſſoren müſſen alle mit überkraft arbeiten. Wir ſahen uns daher genötigt, von dem uns verliehenen Recht Gebrauch zu machen und für proviſoriſche Hilfe zu ſorgen, ſo daß gegenwärtig acht Lehrkräfte der Anſtalt dienen. Wie wir uns in Zukunft mit ſieben Lehrkräften durchſchlagen ſollten, vermögen wir nicht zu ſehen. Selbſt wenn wir unſere Profeſſoren un⸗ barmherzig anſtrengen würden, welcher Liebloſigkeit wir uns nicht ſchuldig machen wollen, ſo ginge es doch nicht. Wir haben große Klaſſen; eine Klaſſe mußte geteilt werden, wird auch in Zukunft wenigſtens in mehreren Fächern geteilt bleiben müſſen. Dazu bedürfen eine Anzahl Schüler beſonderer Nachhilfe, da ſie ungenügend vorbereitet in die Anſtalt treten. Auch ſollte dem deutſchen Sprachunterricht mehr Auf⸗ merkſamkeit geſchenkt werden können, weil viele Schüler infolge des Hanges zum Engliſchen ſich nur ſchlecht im Deutſchen bewegen können. Auch wenn alle Lehrer in voller Rüſtigkeit ſtehen, kann ihnen unmöglich mehr zugemutet werden, als ſie jetzt tun. Erkrankt nun aber einer von ihnen, dann iſt die Not erſt recht groß. Kurz, wir wiſſen nichts Beſſeres zu tun, als die Synode dringend um die Errichtung eines achten Lehr⸗ ſtuhles zu erſuchen. Es geſchieht dieſe Bitte nicht nur von der Aufſichts⸗ behörde, ſondern zugleich von den auswärtigen Gliedern der Wahlbehörde. Gerne wollten wir uns länger behelfen; aber wir können weder die Geſundheit unſerer Profeſſoren noch das Wohl unſerer Anſtalt auf das Spiel ſetzen. Beſchlüſſe. Beſchloſſen, daß die vor drei Jahren für ein Hoſpital bewilligten $1500 nun aufgebracht und ausbezahlt werden. Beſchloſſen, für weitere Reparaturen $2000 zu bewilligen. Beſchloſſen, für toilet rooms die Summe von $5500 zu bewilligen. (über Hilfslehrer ſiehe S. 67.)