# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S37 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1914. 37 Concordia⸗Gymnaſium zu Fort Wayne, Ind. Die werte Aufſichtsbehörde dieſer Anſtalt fühlte ſich genötigt, der Synode die folgenden ſehr ausführlichen Mitteilungen zukommen zu laſſen: Unſere Anſtalt hat während der letzten drei Jahre durch Gottes Gnade einen reichgeſegneten Fortgang gehabt. 1. Die Schülerzahl war in dieſen drei Jahren größer als in dem vorigen Triennium. Sie betrug 1911/12: 269; 1912/13: 292, die höchſte Zahl in der Geſchichte der Anſtalt; 1913/14: 266. Zu beklagen iſt die große Zahl derjenigen Schüler, die ohne Grund ihr Studium wieder aufgeben. 2. Die Schüler haben ſich im allgemeinen unter die Zucht des göttlichen Wortes gebeugt. Damit ſoll freilich nicht geſagt ſein, daß nicht viele Unarten des Fleiſches, ja auch ſchwere Sündenfälle vorge⸗ kommen ſind. Sogar ſolche Zuchtfälle, welche die Entfernung einiger Schüler von der Anſtalt nötig machten, ſind der Anſtalt nicht erſpart geblieben. — Daß bei Chriſten, die im Jünglingsalter ſtehen, ganz beſonders das Fleiſch wider den Geiſt gelüſtet, weiß jeder Chriſt. Wenn dann unter einer ſo großen Schar von jungen Leuten in unſerer Anſtalt grobe Ausbrüche des Fleiſches in nur geringer An⸗ zahl zu verzeichnen ſind, wenn bei den meiſten Schülern der Geiſt den Kampf gegen das Fleiſch führt, ſo iſt das etwas, wofür wir Gott zu danken haben. Ja, wir haben hohe Urſache, erſtlich Gott zu danken, daß er die unlauteren Geiſter offenbar macht, damit ſie entfernt werden können, zum andern noch fleißiger zu beten für dieſe und alle unſere Lehranſtalten und drittens nur ſolche Schüler unſern Anſtalten zuzu⸗ führen, die einen chriſtlichen, gehorſamen Sinn und einen rechten Ernſt in der Heiligung zeigen. 3. Der Geſundheitszuſtand der Schüler war ein ſehr guter. Es wurden jedoch zwei Schüler durch einen, wie wir zuverſichtlich hoffen dürfen, ſeligen Tod aus dieſem Leben abgerufen. 4. Die ſogenannte militäriſche Einrichtung auf unſerer Anſtalt hat ſich auch in dieſen drei Jahren ausgezeichnet bewährt. 5. Dem Lehrerkollegium können wir das Zeugnis geben, daß es ſeines Amtes gewiſſenhaft und treulich wartet und den zutage treten⸗ den Schäden und Mängeln der Anſtalt, auch den Verſündigungen der einzelnen Schüler, einmütig im rechten Sinn und Geiſt entgegentritt. — Herr Direktor Lücke hat nicht nur in den ihm aufgetragenen Reli⸗ gionsſtunden, ſondern auch bei ſeiner Beaufſichtigung der Zöglinge und im ganzen Verkehr mit denſelben das rechte Mittel zur Erziehung, nämlich Gottes Wort, gebraucht, ſich als einen rechten Seelſorger und Hausvater der Anſtalt erwieſen und ſein ſchweres, verantwortungsvolles Amt unter Gottes Gnadenbeiſtand ſichtlich zum Segen der Anſtalt verwaltet. 6. Zu unſerm großen Bedauern müſſen wir berichten, daß ein wichtiges und langjähriges Glied des Lehrerkollegiums, unſer teurer