# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S35 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1914. 35 Zurzeit befinden ſich 127 Schüler in der Anſtalt, die ſich auf die einzelnen ſechs Klaſſen, wie folgt, verteilen: I. Klaſſe: 18, II. Klaſſe: 17, III. Klaſſe: 17, IV. Klaſſe: 30, V. Klaſſe: 24, VI. Klaſſe: 21. Im Jahre 1912 konnten 15 und 1913 18 Kandidaten ins Schulamt entlaſſen werden, und in dieſem Jahre ſtehen wieder 18 zur Verfügung. Folgende Beſchlüſſe der Ehrw. Synode betreffs unſers Seminars ſind während des letzten Trienniums ausgeführt worden. a. In dem alten Wohngebäude iſt die Dampfheizung eingelegt worden. b. Das Muſikgebäude, wozu die Ehrw. Synode $5000.00 bewilligte, iſt dank der Opferwilligkeit des Nebraska⸗Diſtrikts, der ſeine zu dieſem Bau zugeſagten $10,000 aufbrachte, errichtet und mit den nötigen Muſik⸗ inſtrumenten ausgerüſtet worden. Am 18. Januar dieſes Jahres wurde das Gebäude unter dem Namen “Nebraska Hall” feierlich eingeweiht und ſeinem Gebrauch übergeben. In bezug auf dieſes Muſikgebäude haben wir der Ehrw. Synode noch ein Bekenntnis zu tun, nämlich dieſes, daß wir durch Hinzufügung eines dritten Stockwerks die uns bewilligte Bauſumme um $2600.00 überſchritten haben. Veranlaßt wurde dieſes dritte Stockwerk durch folgenden Umſtand. Als wir im Frühjahr des vergangenen Jahres endlich an die Errichtung des Muſikgebäudes gehen durften, hatte ſich inzwiſchen durch die immer größer werdende Schülerzahl großer Mangel an Schlafraum eingeſtellt, ſo daß wir genötigt waren, die Aula zum Schlafſaal herzugeben. Wie ſollten und konnten wir dem Mangel ab⸗ helfen? Da kam uns der rettende Gedanke, daß durch ein drittes Stockwerk auf dem Muſikgebäude nicht nur eine verhältnismäßig billige, ſondern auch genügende Abhilfe geſchafft werden könnte. Die Ehrw. Allgemeine Aufſichtsbehörde billigte unſern Plan und ermunterte uns, ihn auszuführen, jedoch unter der Vorausſetzung, daß der Ehrw. Synode durch etwa nötig werdendes Borgen des erforderlichen Geldes keine Extraausgaben verurſacht werden würden. Letzteres iſt nicht geſchehen und wird nicht geſchehen. Indem wir nun die Ehrw. Synode bitten, dies unſer Vorgehen billigen und die oben erwähnte Summe von $2600.00 nachbewilligen zu wollen, ſind wir der überzeugung, daß wir im Intereſſe der Synode gehandelt und ihr, wenn ſie auf andere Weiſe dem Mangel hätte abhelfen ſollen, Bedeutendes erſpart haben. Neben obiger Bitte hätten wir dann der Ehrw. Synode noch fol⸗ gende Wünſche, das Wohl unſerer Anſtalt betreffend, vorzutragen: 1. Die Ehrw. Synode wolle unſerer Anſtalt noch eine weitere Profeſſur verleihen. Unſere Profeſſoren, denen wir, wie immer, das Zeugnis geben können, daß ſie mit Treue und Selbſtverleugnung ihres Amtes gewartet haben, ſind in Wahrheit mit Arbeit überbürdet. Die Durchſicht der vielen und doch nötigen ſchriftlichen Arbeiten der Schüler nimmt faſt ihre ganze freie Zeit in Anſpruch, und an Privatſtudien ihrerſeits iſt nicht zu denken. Zudem können ſie, ſolange ſie keine Hilfe bekommen, nur durch häufiges, nachteiliges Kombinieren von Klaſſen