# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S31 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1914. 31 ſpielen. Für den Geſangunterricht, an welchem alle Schüler in drei Abteilungen teilnehmen, ſind auf unſerm Stundenplan wöchentlich acht Lektionen feſtgeſetzt. Der Harmonieunterricht wird nur in den drei Oberklaſſen erteilt und beanſprucht vier Lektionen wöchentlich. Am Violinunterricht nehmen die muſikaliſch begabteren und geförderteren Schüler der beiden oberen Klaſſen teil, und zwar in vier Lektionen wöchentlich. Klavierunterricht erhalten alle Schüler mit Ausnahme der erſten Klaſſe, und zwar die Schüler der ſechſten und fünften Klaſſe zwei⸗ mal wöchentlich, die Schüler der vierten und dritten Klaſſe einmal wöchentlich und die Schüler der zweiten Klaſſe einmal alle zwei Wochen. Der Klavierunterricht iſt vorbereitend und ergänzend für den Orgelunterricht. Nachdem ſich der Schüler auf dem Klavier eine ge⸗ wiſſe Fertigkeit angeeignet hat, fängt er erſt mit Orgelſpiel an, weil eben die Orgel ein weit ſchwierigeres Inſtrument iſt als das Klavier. Im großen und ganzen iſt das Orgelſpiel auf die drei letzten Jahr⸗ gänge beſchränkt. Nun nehmen wir als Baſis unſere diesjährige Schülerzahl — 192 — an und berechnen, wie viele Muſikſtunden wöchentlich gegeben werden ſollten: Geſang: 8 Lektionen, Harmonielehre: 4, Violine: 4. Orgel: I. Klaſſe: 26 Schüler, 6 Lektionen. II. Klaſſe: 17 Schüler, 8 Lektionen. III. Klaſſe: 19 Schüler, 10 Lektionen. Piano: III. Klaſſe: 19 Schüler, 5 Lektionen. IV. Klaſſe: 30 Schüler, 7 Lektionen. V. Klaſſe: 45 Schüler, 22 Lektionen. VI. Klaſſe: 52 Schüler, 26 Lektionen. Summa: 100 Lektionen. Das iſt Arbeit für drei volle Lehrkräfte, und wenn, wie wir dies erwarten dürfen, unſere Schülerzahl im nächſten Schuljahr zunimmt, ſo nimmt auch die Zahl der Muſiklektionen zu. Sollten z. B. nächſtes Jahr in der fünften und ſechſten Klaſſe 20 Schüler mehr ſein, ſo würde dies für die andern Unterrichtsfächer wahrſcheinlich nicht mehr Unter⸗ richtszeit bedingen, wohl aber für den Klavierunterricht; denn jene 20 Schüler würden fünf Abteilungen ausmachen und wöchentlich zehn Lektionen mehr beanſpruchen. Wir haben nun in dieſem Jahre nach obigem Plane gearbeitet und die Muſikſtunden untergebracht, indem wir eine Anzahl der muſi⸗ kaliſch geförderteren Abiturienten als Lehrer der Anfänger mitverwendet haben. Wenn wir uns nun auch über die merkbare Beſſerung freuen können, ſo müſſen wir doch auch ſagen, daß eine ſolche Einrichtung keine permanente ſein dürfte. Den betreffenden Abiturienten wird dadurch zu viel aufgebürdet, und ſie können nach Oſtern auch die Arbeit nicht mehr verrichten, weil ſie alle ihre Zeit auf die Vorbereitung für das Examen nötig haben. Außer den Abiturienten unterrichten in der Muſik neben ihrem Unterricht in andern Fächern: Prof. Backhaus mit 5 Lektionen, Prof. Lochner mit 14 Lektionen und Prof. Schmitt mit 2 Lektionen. Unſer